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Pestizid-Initianten sind gegen die Trinkwasser-Initiative

Das Komitee für eine Schweiz ohne synthetische Pestizide spricht sich gegen die Trinkwasser-Initiative aus. Trinkwasser-Initiantin Franziska Herren rühmt ihrerseits das Verbotsbegehren, es gebe zusätzlichen Druck für ihr Anliegen.


Publiziert: 31.01.2019 / 16:27

An der nationalen Ackerbautagung von Agridea in Murten BE war diese Woche wenig überraschend auch der Pflanzenschutz ein Thema. Auf einem Podium fielen dabei einige interessante Aussagen über die beiden Initiativen, welche die Branche derzeit äussert intensiv beschäftigen. 

Import-Schutz fehlt

Für Aufsehen sorgte namentlich das Bekenntnis von Jean-Denis Perrochet, dass er und seine Kollegen im Komitee die Trinkwasser-Initiative «leider» ablehnen müssen. Der Winzer aus dem neuenburgischen Auvernier ist Mitglied von Future 3.0, einem Komitee, das seinerseits im Frühjahr 2018 eine noch radikalere Initiative eingereicht hat. Diese fordert ein Verbot für den Einsatz synthetischer Pestizide und des Imports von Lebensmitteln, die mit solchen erzeugt worden sind. Seine Position begründete Perrochet wie folgt: Erstens könne man die Landwirte nicht alleine verantwortlich machen für die Qualität des Trinkwassers und zweitens fehle der Trinkwasser-Initiative die internationale Komponente, die verhindern würde, dass mit einem Ja die Importe gefördert würden.

Trinkwasser-Initiantin Franziska Herren erklärt auf Anfrage, sie sei dankbar für die Verbotsinitiative von Perrochet und seinem Komitee mit Mitgliedern aus allen möglichen Berufsgattungen. «Den Ansatz finde ich gut», sagt Herren, «er verleiht unserem Anliegen zusätzlichen Druck». Es habe vor der Lancierung der Trinkwasser-Initiative sogar lockere Kontakte mit Future 3.0 gegeben, eine Zusammenarbeit sei aber nicht zustande gekommen, weil Herren den Ansatz der Direktzahlungen wählte und nicht bereit war, auf die Futtermittel- und Antibiotika-Komponente in ihrer Initiative zu verzichten.

Keine Ja-Parole von «Vision»

Interessant war auch die Antwort von Markus Jenny auf die Frage, ob Vision Landwirtschaft (VL) die Trinkwasser-Initiative unterstütze. Das erwartete Ja blieb aus. Laut Jenny hat VL keine Parole gefasst. Derzeit sei noch nicht genügend klar, welche Auswirkungen von der Initiative zu erwarten seien, die offenen Fragen seien aber in Abklärung. Dies ist deshalb einigermassen erstaunlich, weil VL die Initianten in beratender Form begleitet.

akr

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