Eiweisserbsen reagieren schon bei schwachen Bodenverdichtungen, welche möglicherweise gar nicht bekannt waren, sehr empfindlich. Erhalten die Wurzeln der Erbsen zu wenig Luft, können sich auch die Knöllchenbakterien schlecht oder gar nicht entwickeln. Dadurch bilden sie keinen Stickstoff mehr. Dieser wiederum fehlt der Erbse und verursacht die gelbe Färbung. Mit fortschreitendem Stadium sterben die Pflanzen ab und ihre Wurzeln werden schwarz.

Nasse Witterung verstärkt Effekt

Die nassen Verhältnisse dieses Jahres verstärken die mangelnde Durchlüftung des Bodens – besonders an Stellen im Feld, wo das Wasser länger stehen blieb.

Vorbelastete Parzellen

Seltener als Strukturprobleme im Boden sind Bodenpilze die Ursache für das Absterben der Pflanzen. Schadorganismen im Boden sind äusserst langlebig, weshalb sehr lange Anbaupausen zwischen Erbsen nötig sind. Oft reichen diese jedoch nicht aus. Dies bedeutet, dass Parzellen, welche schon einmal mit Erbsen bebaut waren, grundsätzlich vorbelastet sind. Trifft zudem ein, dass im Boden die Luft fehlt, sind die Chancen gering, einen kräftigen Pflanzenbestand und einen ansprechenden Ertrag zu erzielen.