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Viröse Vergilbung bei Zuckerrüben: Notzulassung ja, aber nicht für Gaucho

Das Bundesamt für Landwirtschaft erteilt die Zulassung für zwei Blattbehandlungsmittel, das Neonicotinoid Gaucho bleibt aber verboten. Ein neues Forschungsprogramm soll nach Lösungen suchen.


Zur Bekämpfung der Blattläuse, von denen die Viröse Vergilbung bei Zuckerrüben übertragen wird, hat das Bundesamt für Landwirtschaft (BLW) die beiden Blattbehandlungsmittel Movento SC und Gazelle SG zugelassen. Diese beiden Pflanzenschutzmittel seien bereits für Kartoffeln erlaubt, die vergleichbare Anwendungsbedingungen haben, schreibt das BLW.

Kulturen und Bestäuber schützen

Diese Notzulassungen seien das Resultat eines runden Tischs, zudem das BLW Branchenakteure und Umweltorganisationen geladen habe. Ziel der Gespräche war die Abwägung verschiedener Lösungen, die sowohl die Zuckerrüben, als auch bestäubende Insekten schützen können.

Suche nach neuen Möglichkeiten

Für die Zukunft sollen verschiedene Möglichkeiten zur Bekämpfung der virusübertragenden Blattläuse geprüft werden. Ein entsprechendes Forschungsprogramm werde sich mit Folgendem beschäftigen:

  • Erforschung alternativer Methoden zum Schutz der Zuckerrüben
  • Ermittlung toleranter Sorten
  • Entwicklung von Warnmodellen zur gezielten Bekämpfung
  • Unterstützung von Produktionssystemen, die auf den Einsatz von Pflanzenschutzmitteln verzichten

Reaktionen aus der Branche und von Verbänden finden Sie hier. 

Zulassen oder nicht?

Bereits im September hatte die Schweizer Rübenbranche eine Notzulassung für Gaucho gefordert. Zuvor hatten die Zuckerrübenpflanzer einen brieflichen Hilferuf mit demselben Anliegen ans BLW geschickt. In Frankreich wurde für Gaucho Im Oktober eine Notzulassung erteilt. Neonicotinoide, zu denen das Saatgutbeizmittel Gaucho gehört, gelten als Bienengefährlich. Aus diesem Grund halten Schweizer Imker eine Wiederzulassung solcher Wirkstoffe für problematisch.

Die schwierige Lage im Zuckerrübenbau bringt viele Produzenten zur Aufgabe der Kultur, was die Zukunft der beiden Schweizer Zuckerfabriken in Frauenfeld und Aarberg fraglich macht. Die Politik setzt derweil auf den ökologischen Anbau, kürzt die Beiträge für ÖLN-Kulturen und erhöht jene für Bio-Rüben. Der Bundesrat hat eine Motion, die Anreize zur Vergrösserung der Zuckerrübenflächen vorschlug, abgelehnt

In seinem Gastbeitrag beschreibt Rübenbauer Philippe Egger die Situation der Produzenten und die Schwierigkeiten mit alternativen Mitteln zu Gaucho. 

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