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Gute erste Erfahrungen mit dem Setzen statt Säen von Bio-Zuckerrüben

In diesem Jahr erreichen die Flächen mit gesetzten statt gesäten Zuckerrüben erstmals einen marktrelevanten Umfang. Die Erträge sind höher und der Arbeitsaufwand kleiner, zeigen erste Erfahrungen.


Angebot und Nachfrage klaffen beim Schweizer Bio-Zucker derzeit auseinander. Mit 1,1 Prozent der gesamten Rübenflächen in der Schweiz besetzt er heute eine Nische, die den Bedarf trotz Wachstum in den letzten Jahren nicht decken kann. Praxisversuche mit dem Anbau mit Setzlingen statt Saatgut soll die Produktion nun voranbringen, wie es in einer gemeinsamen Mitteilung des Schweizerischen Verbands der Zuckerrübenpflanzer, der Fondation Rurale Interjurassienne, Bio Suisse, der Schweizer Zucker AG und der Schweizerischen Fachstelle für Zuckerrübenanbau heisst.

Setzlinge auf 60 Hektaren

Innovative Landwirte und Berater sammeln seit zwei Jahren an verschiedenen Standorten Erfahrungen damit, Zuckerrüben zu pflanzen statt zu säen. Mit 60 Hektaren erreiche man in diesem Jahr einen marktrelevanten Umfang. 

Pro Hektar kommen 80'000 10 bis 14 Zentimeter grosse Setzlinge aufs Feld. Damit werde die Wachstumsperiode verlängert und die heikle Phase der Jugendentwicklung verkürzt. Das Setzen verschaffe der Zuckerrübe einen Vorsprung gegenüber Unkraut und Schädlingen wie Schnecken und Erdflöhen. Ausserdem sei die mechanische Unkrautbekämpfung einfacher. 

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Der jurassische Bio-Landwirt Julien Faivre hat letztes Jahr im Rahmen eines Versuchs Zuckerrüben gesetzt. Mehr darüber lesen Sie hier. 

Höherer Ertrag und weniger Arbeit

Die Kosten für die Jungpflanzen aus kontrolliert biologischem Anbau sollen sich auf 3'000 Franken pro Hektaren belaufen. Hinzukommen Maschinen- und Arbeitskosten. Logistisch herausfordernd ist gemäss Mitteilung das mehrreihige Pflanzen, zudem brauchen die Setzlinge zum Anwachsen genügend Regen. 

Die ersten Ergebnisse aus den bisherigen Versuche sind vielversprechend: Durchschnittlich liege der Ertrag beim Setzen im Durchschnitt 65 Tonnen höher als in gesäten Bio-Versuchsflächen. Ausserdem könne man dank geringerem Arbeitsaufwand den Verdienst pro Arbeitsstunde trotz hohen Pflanzkosten steigern. Die weiteren Versuchsjahre müssten zeigen, ob sich die Methode zu einer Alternative zum herkömmlichen Anbau entwickeln kann.

Bio-Rüben müssen schnell wachsen

Wie in der gemeinsamen Mitteilung erklärt wird, kommen Zuckerrüben für gewöhnlich früh im Frühling als Samen aufs Feld. Vor allem kleine Jungpflanzen haben mit dem Konkurrenzdruck von Unkraut und mit Schädlingen zu kämpfen. Daher müssen sie sich gerade im Bio-Anbau, wo die kleinen Rüben nicht mit Pflanzenschutzmitteln geschützt werden, besonders schnell entwickeln. Das verkürzt die heikle Jungendphase.

Für das mechanische Hacken und Jäten rechne man im Bio-Anbau mit 100 Stunden Arbeit pro Hektare. In schwierigen Jahren könne sich der Zeitaufwand aber verdoppeln. 

Marktpotenzial ausschöpfen

Die gesamte Schweizer Zuckerbranche wolle das grosse Marktpotenzial von Bio- und IP-Zuckerrüben ausschöpfen. Daher soll der Bio- und IP-Suisse-Anbau von Zucker gefördert und damit nachhaltiger gestaltet werden. Die Anstrengungen zur Förderung des Schweizer Bio-Zuckers werden vom Bund und verschiedenen Partnern mit einem Qualitäts- und Nachhaltigkeitsprojekt (QuNaV) unterstützt. 

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