«Wir durften an unserer Delegiertenversammlung sehr viele Züchter begrüssen, das zeigt den hohen Stellenwert der Viehzucht auf den Obwaldner Landwirtschaftsbetrieben», erklärte Dominik Durrer gegenüber der BauernZeitung. Der Präsident des Braunviehzuchtverbandes Obwalden hatte aber auch Grund zur Zufriedenheit, durfte er doch auf ein sehr gelungenes Verbandsjahr zurückblicken. «Die Obwaldner sind Viehzüchter mit Herzblut, das zeigt auch der Umstand, dass in unserem Kanton die Entwicklung der Standard- und Kontrollabschlüsse positiver ist als in anderen Kantonen.»

13 Obwaldner Zuchtfamilien

In seinem Jahresbericht ging Dominik Durrer auf die Vielzahl von Zuchterfolgen ein: 20 Obwaldner Kühe haben letztes Jahr die Auszeichnung Economie Star erreicht. Die vier Zuchtbetriebe von Nora Peter, Walti Furrer, Beat Burch und Markus Windlin stellten dabei jeweils gleich drei Kühe. Auf die Bestenliste der hohen Stalldurchschnitte schafften es im vergangenen Jahr Toni Ettlin, Nora Peter, Michi Wallimann und Patrick Durrer. 13 Zuchtfamilien der Zuchtrichtungen Original Braunvieh und Brown Swiss sind letztes Jahr auf den Betrieben gezeigt worden. Das unterstreiche die Langlebigkeit der Rasse, so Dominik Durrer. Sepp Infanger aus Engelberg hat dabei sogar drei Kuhfamilien gezeigt, jene von Arrow Amilia mit 84 Punkten erreichte das Höchstresultat im Kanton.

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Aktive Braunvieh Züchter

Dass die Obwaldner Züchter nicht nur auf langlebige und produktive Kühe züchten, sondern auch Freude an schönem Vieh haben, zeigte die Auflistung von Schauerfolgen im Jahresbericht des Verbandspräsidenten Dominik Durrer: Ob an den kantonalen Viehschauen in Sarnen und Engelberg oder an der 48. Herbstviehschau in Lungern, das Obwaldner Vieh habe sich bestens präsentiert. Aber auch an ausserkantonalen Ausstellungen glänzte das Obwaldner Vieh: So kamen an der 1. Zentralschweizer Braunviehschau vom 7. Februar von den 153 aufgeführten Tieren 36 aus Obwalden. Anlässe wie Braunvieh bi dä Lüüt, der auf dem Betrieb von Matthias Burch in Giswil stattfand, die 34. Zucht- und Nutzviehauktion in Giswil oder die Auktion am Chärnser Märt seien ebenfalls wichtige Schaufenster der Obwaldner Viehzucht gewesen.

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Auch Urs Albert trat zurück

Nach 14 Jahren trat die Verbandssekretärin Heidi Rohrer zurück. «Heidi bleibt uns glücklicherweise noch als Schausekretärin der Kantonalviehschau Sarnen erhalten, wodurch wir auch zukünftig noch von ihrer Erfahrung profitieren können», betont Präsident Dominik Durrer. Mit der gebürtigen Luzernerin Eveline Portmann habe erfreulicherweise wieder eine geeignete Person für den Sekretariatsposten gewonnen werden können. Ebenfalls zurück trat das Vorstandsmitglied Urs Albert. «Urs Albert war je zehn Jahre in der Marktkommission und im Vorstand. Zudem stand er 2023 als OK-Präsident der Wintershow Braunvieh Obwalden in Sarnen vor», wurde Urs Albert von Dominik Durrer gerühmt. Als Nachfolger wählte die Versammlung Erich von Atzigen aus Alpnach Dorf in den Vorstand. Im Vorstand bestätigt wurden Präsident Dominik Durrer, Kerns, Peter Halter, Stalden, Josef Rohrer, Flüeli-Ranft, Hansruedi Schallberger, Lungern, und Sepp von Ah, Giswil.