Zum ersten Mal hat die Familie von Beat und Marlies Tschumi aus Holderbank im Kanton Solothurn heuer eine Zuchtfamilie präsentiert. Meist werden nebst einer Stammkuh vier Nachkommen vorgeführt. Aber nicht bei Familie Tschumi. Sie präsentierte gleich sechs Töchter der Stammkuh Ophir Opana, darunter die halbjährigen Zwillinge Olina und Odina. Zwillingsgeburten sind eher eine Seltenheit. Doch Opana brachte im Jahr 2024 sogar gesunde Drillinge – Munikälber – zur Welt.
«Es macht uns sehr stolz, so eine Kuh gesund und mit so vielen ebenfalls gesunden Nachkommen im Stall zu haben», sagt Marlies Tschumi am Telefon. Opana habe bisher immer regelmässig gekalbt, weise also eine gute Aufnahmefähigkeit auf. Die Swiss-Fleckvieh-Kuh ist schon 14 Jahre alt. Sie hat bereits 15 Kälber geboren und über 95 000 Kilogramm Milch geleistet.
70 Punkte und Klasse B
Die Zuchtfamilie um Opana wurde von den Experten Heinz Baur und Niklaus Flückiger mit gesamthaft 70 Punkten in der Klasse B eingestuft. Zu den Bewertungen reisen je ein Experte von Swissherdbook und einer des jeweiligen kantonalen Verbands an. Da Familie Tschumi jedoch Mitglied des Bernischen Fleckviehzuchtverbandes ist, reiste als Kantonalvertretung Niklaus Flückiger aus dem bernischen Oeschenbach an.
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Gutes Aussehen, trotz hohen Alters
Als Stärke sei die gesamte Optik der Stammkuh bezeichnet worden, die trotz ihres hohen Alters noch recht gut aussehe. Ebenfalls positiv in die Bewertung floss ein, dass die jungen Tiere «super» Zellzahlwerte aufweisen. Bei Stammkuh Opana sind diese jedoch leicht erhöht. Abzüge musste die Familie punkto Gehalte und Milchmenge hinnehmen. Auch das Bein wurde etwas bemängelt.
Gesamthaft ist Familie Tschumi aber sehr glücklich und stolz auf das Ergebnis. «Die Zuchtfamilienschau war ein besonders schönes Erlebnis für unsere Familie. Aber es hat im Vorfeld mehrere helfende Hände gebraucht, um die Tiere zu putzen, alles herzurichten und zu dekorieren», erklärt Marlies Tschumi.