Am Freitag, 24. April, öffnet die BEA in Bern ihre Tore. Die Frühlingsmesse dauert bis zum Sonntag, 3. Mai. Ein grosser Höhepunkt der Viehzüchter ist bestimmt die 37. Bernische Eliteschau am Freitag, 1. Mai. Dafür wurden an den Frühlings-Beständeschauen die 130 schönsten Kühe selektioniert.
Bekannte Richter und Kühe auf Platz
Nicht nur die Eliteschau-Kühe sind bekannt, sondern auch die Richter. Jakob Schenk wird das Swiss Fleckvieh einstellen, die Red-Holstein- und die Holsteinkühe wird Christian Stegmann jurieren und die Simmentalerklassen rangiert Abraham Aellig.
Schaut man die Auffuhrliste an, so beinhaltet diese klingende Namen wie die letztjährige Miss BEA Järmann's Bad Quenn von Lukas Streit aus Worb; die amtierende Miss SF von der Expo Bulle Kilian Nevada von Daniel und Adelheid Graf aus Bleiken; die Simmentalerkuh Amur Meieli von Andreas Steiner aus Ried wie auch die bekannte Schausiegerin Cyrill Bonita von Peter Brügger aus Frutigen.
Die Schönsten der Schönen
Am Mittwoch sind schon mal die Kühe für die Dauerausstellung angereist. Bis die BEA öffnet, können sich die Tiere an die neue Umgebung gewöhnen. Die Hürden, bis man eine Kuh an der BEA ausstellen darf, sind hoch.
Die Anzahl ist beschränkt und aus den vielen Anmeldungen schaffen es nur die Schönsten der Schönen nach Bern. Nur alle paar Jahre darf ein Betrieb bei Swissherdbook eine Kuh an der Frühlingsmesse ausstellen. Und diese Kuh darf nur einmal daran teilnehmen. Bei den anderen Verbänden ist das Reglement nicht so streng.
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Gewaschen, bevor sie eingestallt werden
Bevor es an ihren Platz ins Zelt geht, wird draussen noch jede Kuh fein säuberlich gewaschen. Angereist aus Dieterswil ist auch Thomas Rutsch mit seiner eindrücklichen Kuh Apple-Crisp Sira. «Es ist schon eine Ehre, wenn wir mit einer Kuh an die BEA dürfen», sagt Rutsch.
Sira wurde diesen Frühling mit 54 55 97 punktiert und steht frisch in der fünften Laktation. Die typstarke RH-Kuh, mit ihrem wunderbaren Euter, zog in Bern alle Blicke auf sich.
Hoffentlich kein Heimweh
Zum ersten Mal mit einer Kuh an der BEA ist Therese Wyss aus Rüegsbach. Am Halfter führt die junge Frau die Kuh mit dem speziellen Namen WhiteHouse A2p2 U2 P. Diese hornlose Holstein-Erstlingskuh überzeugt mit ihrem gewaltigen Rahmen mit einem sauberen Fundament.
«Ich hoffe, dass sie an der BEA jetzt gut frisst und nicht Heimweh hat», meint die Züchterin. Für Wyss ist es nicht nur eine Ehre, sondern auch eine grosse Freude, dass ihre Kuh für die Dauerausstellung auserkoren wurde. Mit einem Stier anwesend sind Simon Eichenberger aus Arni und Hans-Jörg Schäfer aus Bowil. Mitgebracht haben sie niemand Geringeres als Schwarzbach Madison Hannover (55 96).
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Ein spezieller Stier ist vor Ort
Dieser SF-Stier ist ein Sohn der legendären Schwarzbach Aslan Hanova (55 55 98/EX-92) von Florian Matter aus Rubigen. Hannover, mit seiner tiefroten Farbe, dem starken Exterieur und dem super Fundament, bringt über 1100 kg Gewicht auf die Waage.
Von Hannover hat bei Swissgenetics ein Samenlager und der Samen ist für jedermann erhältlich. An der BEA steht der Stier zuvorderst auf dem Läger. Schnell prüft er mit seinem Kopf, ob das Stroh auch weich genug ist, und schon frisst er das Heu in der Krippe. «Wir freuen uns schon jetzt, Hannover in der Arena an der BEA vorzuführen», sagen die Besitzer Hans-Jörg Schäfer und Simon Eichenberger zufrieden.