Auf dem Betrieb von Familie Marschall in Neuenegg BE fand der Sommeranlass des Landwirtschaftlichen Vereins Region Bern-West statt. Marschalls sind Produzenten von Swiss-Deluxe-Haylage und Grassamen. Dazu betreiben sie ein Lohnunternehmen und eine Baumschule. 

Im Weiteren referierte Andreas Leu vom Inforama über Photovoltaik und über Batteriespeicher für den Eigenbedarf.

Pferde-Haylage ist ein wichtiges Standbein 

Auf dem Betriebsrundgang erklärte die Betriebsleiterfamilie ihre verschiedenen Standbeine. Schon seit mehreren Generationen bewirtschaften Marschalls den Familienbetrieb. Auf den 50 Hektaren werden Raps, Hafer, Weizen und Klee- und Grassamen produziert. 

Ein wichtiges Standbein ist aber die Produktion von Pferde-Haylage aus Raigras. Marschalls haben schon über 20 Jahre Erfahrung damit. Bis zum Jahr 2011 wurde die Haylage nur in Grossballen à 450 kg produziert. Seit 2012 werden die Grossballen in einem zweiten Verfahren zu handlichen 18-kg-Packungen, die man unter dem Namen «Swiss Deluxe Haylage» anbietet, verarbeitet. Nicht nur auf Marschalls Betrieb wird dieses Futter für die Pferdehaltung produziert, sondern auch im Vertragsanbau mit den umliegenden Landwirten.

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Saatgut für den Wiesenfuchsschwanz

Grosse Erfahrung haben Marschalls auch in der Produktion von Grassamen, wie die des Wiesenfuchsschwanzes. «Der gewonnene Samen sieht aus wie «Chrüsch» und ist sehr leicht», sagt Lienhard Marschall. Rund 200 kg/ha könne man erwarten. Der Ertrag schwanke aber von Jahr zu Jahr sehr stark. Obwohl die Betriebsleiterfamilie schon seit vielen Jahren Saatgut von Wiesenfuchsschwanz produziert, sei die Produktion doch recht anspruchsvoll, da das Gras sehr früh blühe und das Wetter im Frühling oft nicht mitspiele.

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Den Strom selbst verbrauchen

Ab wann rentiert sich eine Photovoltaikanlage (PV) oder ein Batteriespeicher für den Eigenverbrauch eigentlich? Zu diesem Thema referierte Andreas Leu vom Inforama am Sommeranlass. «Eine PV-Anlage rentiert am besten, wenn man den Strom selbst verbraucht», hielt Leu grundsätzlich fest. Am besten sei die Kombination von PV und einem Batteriespeicher. So könne man den selbst erzeugten Solarstrom jederzeit optimal nutzen. 

In der Fachsprache redet man von kWp und kWh. KWp bezeichnet die Energiemenge pro Zeit, die eine Solaranlage unter idealen Bedingungen erzeugen kann, während kWh angibt, welche Strommenge in einem bestimmten Zeitraum tatsächlich erzeugt wird. «Die Faustregel sagt: 1 kWp = 1000 kWh Ertrag oder für 1 kWp = 5 m² Dachfläche», führte Leu aus. Für 1 kWp benötige man zwischen 1000 und 2000 Franken Investitionskosten. «Die Entscheidung, in eine PV zu investieren, wird in Zukunft nicht leichter», bemerkte Andreas Leu.

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Denn die Strompreise würden dynamischer. So würden die Kosten für Leistungsspitzen voraussichtlich steigen. Strom werde an der Börse gehandelt und je nach Nachfrage werde der Preis mit Leistungstarifen festgelegt. 

So werden ab 2027 bei Rückliefertarifen sogar stündliche Spotmarktpreise gelten. Das sei auch mit dem Batteriespeicher nicht anders: «Bis Ende 2026 werde dieser mit max. 200 Franken/kWh vom Bund oder vom Kanton finanziell unterstützt», sagte Leu.