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Süssdolde: Poesie zum Chörbliwasser

Das Chörbliwasser ist ein altes Heilmittel. Dazu das originelle Gedicht einer Leserin zu seiner Wirkung. Ob Magen, Rücken oder Wunde, das Chörbliwasser hilft.


Publiziert: 28.10.2019 / 11:56

Aus der Süssdolde (oder Aniskerbel) wird ein traditionelles Schweizer Heilmittel gebrannt, das Chörbliwasser. Das durchsichtig milchig-weisse Getränk ist alkoholfrei und daher auch für Kinder geeignet.

Von Anni Gantenbein aus Grabserberg SG stammt das folgende Gedicht:

S Chörbliwasser                                                    

"Wenn s di uf em Maage tuet trugge

unn es zwiggt di derzue o no am Rugge,

hescht e n offes Bei oder sus ötschwo e Wunne,

vilicht sogär dr Chopf iipuna,

churzum, es cha der weä toa wo s dr will

unn d Medizii vum Toggter nützt gad o numma viel,

denn muescht gär nid lang umepfuttere,

grifscht sofort zur Chörbliwasserguttere,

nimmscht allpott en waggere Schlugg drvuu

unn scho baal wört s dr wider besser guu.

Chörbliwasser brennt me us Chrut wo soe guet schmeggt,

as es eim wieder all Lebesgeischter weggt.

Me tarsch o uni witersch de Gofe gii,

s ischt nämlig gär ken Alkohol drii.

 

Jetz frogen d Lüt sicher ganz gwünnerig,

wo me n ächt das Wasser überchömm, das bsunnerig.

Es ischt nid schwär, das Örtli z finne,

am Grabserberg liit s, eäner e chli hinne.

Unerwies heisst s, en Huffe Lüt wüssen das,

döt git s Chörbliwasser, wenn t woscht, e ganzes Fass."

Abschrift von Richi Schwendener sen. Sevelen SG

Leser Richi Schwendener sen., der uns das Gedicht zukommen liess, gibt auch einen Hinweis, wo das Chörbliwasser erhältlich ist: Die Mosterei und Brennerei Zogg in Grabserberg SG brennt das Heilmittel Ende Mai, Juli und September aus Süssdolden.

 

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