Präsidentin Hella Schnider begrüsste auf dem Kohlplatz der Familie Renggli auf Unter Bramboden die Mitglieder, Experten und Gäste zur Generalversammlung des Solidaritätsfonds Luzerner Bergbevölkerung. Die Präsidentin informierte über ein sehr namhaftes Legat im vergangenen Jahr, welches die Eigenkapitalbasis des Vereins massiv gestärkt habe. Ein neu erstellter interner Leitfaden zur Beurteilung der Gesuche soll bestehende Unsicherheiten ausräumen.

Gesuche aufgrund teurerer Bauprojekte

Es wurden zwölf Gesuche mit einem Gesamtvolumen von 447 000 Franken bearbeitet. Hella Schnider erklärte: «Auffallend ist, dass vermehrt Gesuche auf Grund von Kostenüberschreitungen bei Baumassnahmen vom Vorstand beraten werden.» Dies erkläre auch, dass Gesuche für Ökonomiegebäude am Zunehmen seien. «Wir helfen so gut wie möglich», versicherte sie.

«Unsere Institution braucht es, weil das Berggebiet schwierigere Bedingungen hat als das Tal», stellte Geschäftsführer Hans Albisser fest. Beiträge wurden an zwei Wohngebäude, sechs Ökonomiegebäude, drei andere Investitionen und eine Schuldentilgung entrichtet. Vier Gesuche mussten abgewiesen werden.

«Glasfaser für alle wäre ein Meilenstein. Deshalb haben wir das angelaufene Projekt Prioris mit einem Beitrag unterstützt», informierte Hella Schnider.

Vorstand wiedergewählt

Die Erträge des Fonds von gut 240 000 Franken setzten sich zusammen aus projektbezogenen Spenden, nicht projektbezogenen Spenden und Legaten.

Der gesamte Vorstand wurde wiedergewählt, ebenso Agro-Treuhand Sursee als Revisorin.

«Als Präsident der Arbeitsgruppe Berggebiet ist Ruedi Lustenberger so etwas wie der politische Arm der Stiftung, der einen direkten Zusammenhang mit der zukünftigen Entwicklung des Luzerner Berggebietes hat», erklärte Hella Schnider. Der Jahresbericht von Ruedi Lustenberger ist reich befrachtet mit Stellungnahmen an den Bund, der Erarbeitung und Eingabe von verschiedenen Positionsbezügen zu berggebiets- und agrarrelevanten Vernehmlassungen von Bund und Kanton. Die Mitglieder der Arbeitsgruppe haben sich persönlich ebenfalls stark engagiert im Komitee für die Aufrechterhaltung eines zeitgerechten Angebotes im Spital Wolhusen.

Durch die Vorstandstätigkeit von Ruedi Lustenberger bei der Schweizerischen Arbeitsgemeinschaft für das Berggebiet (SAB) habe die Arbeitsgruppe einen wichtigen, direkten Draht zur nationalen Dachorganisation.

Statuten wieder auf dem neuesten Stand

«Da die Statuten nicht mehr der Realität entsprachen, haben wir diese von einem Juristen prüfen lassen und in ihrer Schreibweise an die heutige Zeit angepasst», teilte die Präsidentin mit. Oppositionslos wurde diese Änderung gutgeheissen, genauso wie alle Geschäfte.

Im Anschluss erklärte Willy Renggli, Präsident des Köhlerverbandes Romoos, die Entstehung der Köhlerei, den Aufbau und das Brennen eines Meilers.