«Für die Schafälpler war 2025 ein harter Sommer, denn aufgrund von Moderhinke-Fällen durften nicht alle Tiere aufgetrieben werden. Teilweise mussten Schafe von der Vorweide wieder in die Talbetriebe zurückgeholt werden», erklärte Präsident Othmar Schelbert an der 80. Hauptversammlung des Alpwirtschaftlichen Vereins des Kantons Schwyz. Diese fand kürzlich in der Besenbeiz Huserenberg ob Rickenbach statt.

Alpwirtschaft ist wichtiger Imageträger

Franz Philipp, der Sekretär der Bauernvereinigung des Kantons Schwyz, war an der HV als Gast zugegen. Er rühmte die Schwyzer Älpler: «Die Älplerinnen und Älpler tragen durch ihr Wirken – zum Beispiel durch die Landschaftspflege und die Herstellung von gutem Alpkäse – zum positiven Image der Landwirtschaft in der Bevölkerung bei.» Das sei enorm wichtig und komme der Landwirtschaft bei Fragen der Agrarpolitik, beim Zahlungsrahmen und auch bei Initiativen wieder zugute, so Franz Philipp. Ebenfalls zu einem positiven Image der Alpwirtschaft soll der im Mai 2025 auf der Rigi eröffnete Alperlebnisweg beitragen. Das neue Angebot stiess bei den Rigi-Gästen bereits auf grosses Interesse. Nun entsteht auch in der Mythenregion ein Alperlebnisweg. Die Eröffnung ist im nächsten Herbst geplant.

Neue Finanzierung für NRP-Projekt

Das NRP-Projekt «Alpwirtschaft und Tourismus» muss in Zukunft ohne NRP-Gelder auskommen. Zur Sicherstellung der Finanzierung wird derzeit ein jährlicher Beitrag durch den Tourismus sowie durch Land- und Alpwirtschaftsorganisationen geprüft. Die Stoos-Muotatal Tourismus AG koordiniert diese Aufgabe kantonsweit. «Es ist wichtig, dass wir dranbleiben, um das Verständnis zwischen Alpwirtschaft und Tourismus weiter zu stärken», betonte Präsident Othmar Schelbert.

An der HV trat Hans Oetiker nach 18-jähriger Tätigkeit als Rechnungsrevisor zurück. Zum Nachfolger wurde Toni Späni gewählt. Der Präsident dankte Theo Pfyl für dessen 19-jährige engagierte Arbeit im Vorstand des Schweizerischen Alpwirtschaftlichen Verbandes. Pfyls Nachfolger ist Othmar Schelbert.

Ehrung für Qualitäts-Alpkäse

Christoph Mächler, der milchwirtschaftliche Berater auf den Schwyzer Alpen, konnte fünf Älplerinnen und Älpler ehren. Diese hatten an der alljährlichen kantonalen Alpkäseprämierung während zehn respektive 20 Jahren immer mindestens 19,25 von maximal 20 Punkten erreicht: 20 Jahre: Familie Käthy und Gerold Gwerder, Alp Wasserberg, Erich Betschart, Alp Pragel, Familie Othmar und Regina Schelbert, Alp Rotenfluh, Röbi Suter, Alp Zwüschet-Mythen. Zehn Jahre: Vreni Dahinden, Alp Trieb/Rigi.