Dass der Boden Schutz braucht, ist unbestritten. Das «Wie» ist hingegen Knackpunkt und Zankapfel in einem. Denn jeder Betrieb hat andere Voraussetzungen und Möglichkeiten, dem Boden als Grundlage der landwirtschaftlichen Produktion Sorge zu tragen. Daher soll Soil Evolution – das «Festival für den Boden» vom 2. bis 5. Juni in Bern – für alle etwas bieten.

Eine Zusammenarbeit von Praktikern aus drei Ländern

Organisiert wurde die diesjährige Ausgabe des Feldtagsevents von Praktikern. Namentlich von Swiss No-Till aus der Schweiz, der Deutschen Gesellschaft für konservierende Bodenbearbeitung e.V. und «Boden.Leben» aus Österreich. Dieser Zusammenschluss verspricht eine Bündelung des Wissens rund um Boden- und Klimaschutz, Humusaufbau und konservierende Landwirtschaft (Conservation Agriculture, CA). 

Mitmachen und gewinnen Ticketverlosung Soil Evolution 2026 Donnerstag, 16. April 2026 Die Organisatoren können auf jahrzehntelanges Wissen aus der Praxis zurückgreifen und haben zudem diverse Stimmen aus der Forschung im In- und Ausland eingeladen.

Exkursionen auf vier sehr unterschiedliche Betriebe

Das reichhaltige Programm startet direkt in der Praxis, mit Exkursionen zu zwei Betrieben in der Region Seeland. Auch am vierten Tag stehen Ausflüge auf dem Programm, diesmal in die Region Genf und Neuenburg. 

Die vier besuchten Landwirtschaftsbetriebe zeigen verschiedene Herangehensweisen, passend zu ihren individuellen Voraussetzungen. Mit Ackerbau (inklusive dem Gründüngungssystem «AgriGenève»), Gemüsebau und einem gemischten Betrieb wird eine grosse Breite an Themen abgedeckt.

Vorträge, Workshops und Aussteller auf dem Berner Hausberg

An den Tagen zwei und drei läuft das eigentliche «Festival für den Boden». Der Name kommt nicht von ungefähr, da es auf dem Berner Hausberg Gurten stattfindet. Dort geht jedes Jahr das «Gurtenfestival» über die Bühne. Dabei geht es um Musik – Anfang Juni steht der Boden im Zentrum. Über der Hauptstadt – erreichbar via Gurtenbahn – gibt es Vorträge und Workshops, Diskussionsrunden und ein grosszügiges Ausstellungsgelände. Für den Austausch bietet eine Networkzone Raum, ebenso die No-Till-Bar. Beide Tage rundet ein Abendprogramm an.

Verschiedene Themenschwerpunkte für die Vorträge

Das Vortragsprogramm von Soil Evolution dreht sich um die Themenschwerpunkte CA-Praxis, Ökonomie und Markt, Pflanzengesundheit, Wasserkreislauf und Grünland. 

Man stellt sich zum Beispiel die Frage, inwiefern Kohlenstoff im Boden gespeichert werden kann, bespricht die Vorteile eines Direktsaatsystems, die Umsetzung von konservierendem Futterbau oder die Weiterentwicklung des Pflanzenschutzes.

Die Workshops vermitteln Praktisches zu Sätechnik, Spritzbrühenaufbereitung, Humusbilanzierung, Mikrobiologie, Regenwurmkunde, Bodendruck, Erosion, Dungkäferkunde und Spatenprobe.

Kein «Bratwurst-Event»

Die Veranstalter betonen, das werde kein «Bratwurst-Event». Nicht, weil das leibliche Wohl oder die Geselligkeit aussen vor bleiben. Sondern um zu verdeutlichen: Hier kann man etwas lernen, von langjährigem Wissen profitieren und mit interessanten Menschen ins Gespräch kommen. Tickets sind per Website oder vor Ort an der Tageskasse erhältlich.

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