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Familie Schönbächler aus Einsiedeln präsentierte gleich vier Braunvieh Zuchtfamilien

153 weibliche Braunvieh-Zuchtfamilien wurden in den letzten Wochen auf den Betrieben präsentiert. Zwei Drittel davon gehörten der Zuchtrichtung Brown Swiss, ein Drittel dem Original Braunvieh an. Familie Schönbächler aus Einsiedeln SZ stellte gleich vier Familien.

Viehzüchtern ist das Präfix Buchsbaum schon lange ein Begriff. Prägende Stiere wie Rugby-Sohn Rino oder bekannte Kühe wie Buchsbaum Zolivo Zolivia machten den Zuchtbetrieb von Josef und Albert Schönbächler in Willerzell in der Braunvieh-Szene bekannt.

In diesem Frühjahr durfte die Züchterfamilie Schönbächler nun einen ganz speziellen Erfolg feiern: Sie konnte gleich vier weibliche Zuchtfamilien ausstellen.

Viehbestand aus Vaters Zucht

Das aussergewöhnliche Ereignis fand auf dem Betrieb Nüschür in Einsiedeln SZ von Christian Schönbächler, dem Sohn von Sepp Schönbächler, statt. «2018 übernahmen meine Frau Gabriela und ich den Pachtbetrieb am Rand von Einsiedeln. Den Viehbestand konnten wir fast ausschliesslich mit Tieren aus der Zucht meines Vaters aufbauen», erklärt Christian Schönbächler auf Nachfrage.

Auch heute noch arbeiten Gabriela und Christian Schönbächler eng mit dem elterlichen Betrieb von Christian zusammen: «Dieser wird heute gemeinsam von meinem Bruder René und meinem Cousin Werner als Betriebsgemeinschaft geführt. Während wir an unserem Standort in Einsiedeln Käsereimilch produzierten, wurde in Willerzell das Jungvieh aufgezogen und die Galtkühe gehalten.»

Buchsbaum und Buchsbaum’s

Was die züchterische Leistung mit den vier weiblichen Zuchtfamilien noch wertvoller macht, ist die Tatsache, dass alle vier Stammkühe und auch ihre total 17 präsentierten Nachkommen das Präfix Buchsbaum aufweisen, also aus der Zucht der Familie Schönbächler stammen.

Allerdings lohnt es sich, bei dieser Aussage das Kleingedruckte zu lesen: Unter den gezeigten Tieren verfügen einzelne Tiere über das Präfix Buchsbaum, die anderen über Buchsbaum’s. «Buchsbaum ist das Präfix des Stammbetriebes in Willerzell. Da unser gesamter Viehbestand von diesem Betrieb kommt und auch als Würdigung der grossen Zuchtarbeit meines Vaters und Onkels beschloss ich, mit dem Präfix Buchsbaum’s zu arbeiten», so der 40-Jährige Christian Schönbächler.

Exaktes Exterieur als Basis für langlebige Kühe

Christian Schönbächler besamt auf seinem Betrieb den grössten Teil der Tiere gesext. «So können wir jährlich rund 10 bis 15 junge Kühe verkaufen, was für unseren Grünlandbetrieb ein wichtiger Betriebszweig ist.» Bei der Stierenauswahl achtet er vor allem auf Fitnessmerkmale wie Eutergesundheit oder Fruchtbarkeit.

Die Milchmengenvererbung der Stiere müsse zwar sicher positiv sein, er setze aber nicht auf reine Leistungsvererber: 7500 Kilogramm Milch erachtet er an seinem Betriebsstandort in der Bergzone 2 als standortgerecht.

Wichtig ist ihm auch ein korrektes Exterieur: «Ein exaktes Exterieur ist die Basis für langlebige Kühe. Zudem werden diese von der Marktseite her auch gut nachgefragt.»

Sidney erreichte mit 88 Punkten ein Spitzenresultat

Dass diese Zuchtstrategie zum Betrieb passt, zeigten auch die vier herrlichen weiblichen Zuchtfamilien selbst. Diejenige von Buchsbaum Superstar Sidney erreichte gar ein Spitzenresultat: Mit 88 Punkten war sie eine von schweizweit nur drei Zuchtfamilien, welche dieses Jahr 88 oder mehr Punkte erreichten.

Eine eindrückliche Stammkuh ist auch Buchsbaum Bender Brocca. Sie ist noch nicht einmal achtjährig, dennoch konnte die Familie Schönbächler von ihr schon sechs weibliche Nachkommen zeigen, vier davon in Milch. Mit 86 Punkten erreichte auch die Zuchtfamilie von Buchsbaum Anibal Arabella ein starkes Resultat.

Bei den inneren Werten schaffte diese Zuchtfamilie gar die Höchstpunktzahl dieses Jahres. Arabella geht auf die bekannte Brown-Swiss-Kuh Buchsbaum Zolivo Zolivia zurück. Die älteste der vier Zuchtfamilienkühe war Buchsbaum Simbaboy Samina, welche selbst bereits das doppelte Dauerleistungsabzeichen aufweist.

Familie Schönbächler aus Einsiedeln präsentierte gleich vier Braunvieh Zuchtfamilien
Die Familie Felder aus Escholzmatt erreichte mit der Zuchtfamilie von Rico-Tochter Rina 83 Punkte, was bei der Zuchtrichtung Original Braunvieh die Höchstpunktzahl des Jahres 2026 war.

Drei OB-Betriebe mit je drei Zuchtfamilien

153 weibliche Braunvieh-Zuchtfamilien wurden in diesem Frühjahr schweizweit gezeigt. Eine schöne Anzahl davon stammte aus der Zentralschweiz und dem Kanton Aargau. Drei Zentralschweizer Betriebe, alle mit Original-Braunvieh, konnten gleich je drei weibliche Zuchtfamilien zeigen.

Es waren dies Otto Nussbaumer aus Unterägeri mit den Stammkühen Lorenz Vroni, Vitor Vera und Werner Wenke, Sämi von Rickenbach-Marty, Rothenthurm, mit Uran Ursina, Killy Kaya und Giovanni Gretli sowie Franz Bühlmann-Widmer, Rothenburg, mit Veri Vinetta, Gold Gandria und Melino Meril.

Höchstpunktzahl beim Original Braunvieh für Familie Felder

Über sehr hohe Punktzahlen ihrer Zuchtfamilien konnten sich Beat von Rickenbach, Steinerberg, mit Blooming Chanelle (86 Punkte), Andreas Niederberger, Buochs, mit Hägar Hanna (85), Matthias Stadler, Altdorf, mit Simbaboy Sina (85) und Hugo Studhalter, Auw, mit Boss Carina (84) freuen.

Bruno Felder aus Escholzmatt erreichte mit seiner Zuchtfamilie von Rico-Tochter Rina 83 Punkte, was bei der Zuchtrichtung Original Braunvieh die Höchstpunktzahl des Jahres 2026 war.