Abo Qualität zahlt sich aus Metzgerei Simperl beweist, dass Handwerk kein Schaufenster braucht Sonntag, 15. März 2026 «Alles in einem, Bio in allem» – unter diesem Leitsatz will die in der Zentralschweiz tätige Firma Bella Bio AG die Bio-Wertschöpfung in der Region stärken. Das soll durch transparente Strukturen zwischen Produktion, Verarbeitung und Gastronomie gelingen. Bio-Produzenten sollen mit der Gastronomie und dem Detailhandel besser verbunden werden. So indem Planung, Bestellung und Kommunikation zusammengebracht werden, wie Verwaltungsratspräsident Adrian Huber an einer Präsentation Anfang März in Emmenbrücke LU zur Weiterentwicklung der Firma erklärte.

Den Kundenstamm ausbauen

Die noch junge Firma aus Ballwil LU habe in den letzten sechs Monaten mit ersten Testbetrieben gestartet und baue derzeit das Kunden- und Lieferantennetzwerk aus. Entwickelt werde ein Gemeinschaftsgastronomie-taugliches Bio-Mehrwertsortiment. So gebe es bereits Food-Save Angebote, die den Produzenten ermöglichen, ihre Ware direkt in die Wertschöpfungskette einzubringen. Ein 12-Monate-Bio-Sortiment für die Gastronomie und regionale Verarbeitung mit kurzen Transportwegen würden dabei die Grundlage für stabile Lieferketten und planbare Qualität bilden, heisst es in der Medienmitteilung.

Für April sei eine Erhöhung des Aktienkapitals geplant, bis Juni soll ein Ausbau auf 50 Kunden angestrebt werden. Hinter Bella Bio stehen 30 Bio-Bauernbetriebe aus der Zentralschweiz, ergänzt mit Partnern aus dem Biomarkt.

Fokussiert auf die Gastronomie

Über die Tätigkeit und Projekte von Bella Bio orientierte Co-Geschäftsführer Elmar Barmettler in den letzten Wochen an Generalversammlungen der Zentralschweizer Bio-Verbände. Der Obwaldner Biobauer war selber lange im Detailhandel tätig und kennt die Bedürfnisse der Gastronomie.  «Wir denken nicht nur von der Produktion her, sondern vom Bedarf der Küche.» So entstehe ein System, das auf echte Nachfrage reagiere, nicht auf Überschüsse, meinte Barmettler. Regionale Produkte müssten aber auch in die Abläufe der Gastronomie passen, da biete Bella Bio Unterstützung bei der regionalen Beschaffung.

Konkretes Projekt sei ein «Zentralschweizer Grasrind». In der Gastronomie gebe es eine grosse Nachfrage für Verarbeitungstiere. Deshalb werden neue Bio-Weidemastbetriebe gesucht, die bis 2028 rund 2000 Tiere anbieten, nach den Richtlinien für Bio-Weiderinder produziert.

Mehr Informationen