Food Waste ist ein grosses und wichtiges Thema, denn durch nicht gegessene Lebensmittel entstehen unnötiger Abfall und Umweltschäden. Ausserdem steckt in jedem Produkt viel Arbeit und Energie, bis es im heimischen Kühlschrank landet – wird es dann nicht konsumiert, war der ganze Aufwand der Herstellung, des Transports und der Lagerung umsonst. Daher macht es bei der Vermeidung von Food Waste besonders viel Sinn, auf Ebene der Haushalte zu handeln.

Was ist übrig und was kann man damit machen?

Die Rezeptdatenbank, die der Detailhändler Lidl in Zusammenarbeit mit dem Koch René Schudel und der Werbeagentur Contexta auf die Beine gestellt hat, nennt sich Zerofoodwastekitchen uns soll mit einfachen Rezepten helfen, übriggebliebene Lebensmittel vor dem Abfall zu retten.

Dazu kann man auswählen, welches Lebensmittel aus sechs Kategorien man verwenden möchte und bekommt passende Kochanleitungen präsentiert.

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(Bild Screenshot Zerowastekitchen.ch)

Rezepte an Schweizer Verhaltensmuster angepasst

Man habe die Auswahl der Rezepte daran orientiert, welche Lebensmittel in der Schweiz am häufigsten weggeworfen werden, schreibt Lidl in seiner Medienmitteilung. Auch bei den Zutaten sollen nur Produkte zum Einsatz kommen, die in heimischen Kühl- und Vorratsschränken meistens vorhanden seien, damit keine zusätzlichen Zutaten zur Rettung eines schlaffen Salats oder hartem Brot besorgt werden müssen.

Auch Kochmuffel sollen Erfolgserlebnisse haben

Dass es Motivation zum Kochen braucht und Erfolgserlebnisse diese verbessern, dessen scheinen sich die Entwickler der Zerowastekitchen bewusst zu sein. Auch Personen mit wenig Kocherfahrung sollen demnach dank der einfachen Rezepte Erfolg in der Küche haben. Gleichzeitig wolle man damit auch Leute ansprechen, die bisher nicht wirklich für das Thema Food Waste sensibilisiert waren. 

Die Kampagne soll gemäss Mitteilung im April starten. Wegen der Corona-Krise sei es allerdings nicht möglich gewesen, einen TV-Spot zu drehen.