Die Käseexporte der Schweiz sind in den ersten 6 Monaten des Jahres um 8,1 Prozent auf 37'408 Tonnen gestiegen, wie Zahlen der TSM Treuhand zeigen. Mit Abstand wichtigster Absatzmarkt war Deutschland, wohin 15'475 Tonnen Käse gingen, danach folgt Italien mit 5839 Tonnen. Mit 31'162 Tonnen gingen 83 Prozent des Exportkäses nach Europa. Wichtigster Überseemarkt sind mit 1978 Tonnen die USA.

Ausnahme Schmelzkäse

Betrachtet man die Produktgruppen, zeigt sich bei allen ausser Schmelzkäse ein Export-Zuwachs. Prozentual am stärksten war es mit 29 Prozent beim Weichkäse (+59,6 Tonnen). Mengenmässig legten die Halbhartkäse mit +1316 Tonnen am meisten zu. Beim Hartkäse – der meistexportierten Kategorie – waren die Exporte mit +1,2 Prozent im Bereich des Vorjahrsemesters.

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Gruyère festigt seine Spitzenposition

Dieses Jahr feierte Gruyére AOP das 20-Jahr-Jubiläum der AOP-Eintragung. Und zum Feiern anregen dürfte die Sortenorganisation auch die Exportstatistik. Der klar am meisten exportierte Schweizer Käse legte in den ersten 6 Monaten des Jahres nämlich nochmals zu: Die Exporte stiegen um 8,1 Prozent oder 478,4 Tonnen auf 6377,6 Tonnen, wie die Statistik zeigt. Für Gruyère setzt sich damit der Erfolg aus dem Vorjahr fort, das mit 13‘258 Tonnen als Rekordjahr in die Bücher einging.

Weiterhin der am zweitmeisten exportierte Käse ist der Emmentaler AOP. Mit 5389,9 Tonnen musste er eine leichte Einbusse um 1,1 Prozent resp. 61,2 Tonnen hinnehmen. Für die Nr. 3, den Appenzeller, lief es gut. Der Käse mit dem gut gehüteten Rezept legte um 9,6% auf 2469,3 Tonnen zu.

Auch Importe sind gestiegen
Nochmals zugelegt haben auch die Käse-Importe. Sie lagen von Januar bis Juni 2021 bei 39'523 Tonnen, ein erneutes Plus von 7,7 Prozent oder 2817 Tonnen im Vergleich zur Vorjahresperiode, als bereits ein starkes Wachstum zu verzeichnen war.