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«Corona-Effekte» auf den Schweizer Milchmarkt

Zwar gebe es momentan einen sehr positiven Trend auf dem Schweizer Milchmarkt, Laut SMP ist es aber für eine definitive Lagebeurteilung noch zu früh.


Man begrüsse den Entscheid, einen Preisaufschlag auf Milchfett aus Molkereimilch einzuführen, schreibt der Verband Schweizer Milchproduzenten SMP in einer Medienmitteilung. Mit diesem Preisanreiz will die Branchenorganisation Butter dem sich abzeichnenden Mangel an Schweizer Butter für die Inlandnachfrage entgegenwirken (mehr dazu: Es droht ein Butterloch). 

Der Milchmarkt ist in Bewegung

Der Mangel an Schweizer Butter habe sich abgezeichnet, heisst es weiter. SMP sieht dafür mehrere Gründe:

  • Die Milchproduktion ist 2019 gegenüber dem Vorjahr um 55 Millionen Kilo (oder 1,6 Prozent) gesunken
  • Es sind zusätzlich 15 Millionen Kilo Milch verkäst worden (das sind 70 Millionen Kilo oder 2,9 Prozent der nicht verkästen Milchmenge)
  • Der Grüne Teppich und Swissmilk Green werden am Markt gut aufgenommen
  • Der Export für Schweizer Milch entwickelt sich positiv, vor allem beim Käse
  • Die Käselager sind im Moment tief

Gegenläufige und zeitversetzte Effekte

Die Corona-Pandemie hat laut SMP komplexe Auswirkungen auf den Milchmarkt, die zeitversetzt eintreten und gegenläufig sein können:

  • Der inländische Detailhandelsabsatz steigt seit Anfang März 2020 sehr stark an. Daher werde viel (bis sehr viel) Industrie- zu UHT-, Past- und Frischmilchprodukten verarbeitet.
  • Es wird mehr gekocht und gebacken. Das schliesse man aus «deutlich höheren» Zugriffszahlen auf die Rezeptdatenbank von Swissmilk. Dies wirke sich positiv auf den Detailhandelsabsatz aus, auch in Zukunft. 
  • Es gibt keinen Einkaufstourismus mehr, wegen Grenzschliessungen.
  • Der Inlandansatz des Ausserhauskonsums ist eingebrochen, weil Restaurants usw. geschlossen sind.
  • Mit zeitlicher Verzögerung werde der Bedarf an Butter, Vollmilchpulver usw. für den Export sinken, weil wegen reduziertem Luftverkehr weniger Schokolade, Biscuits und Ähnliches ins Ausland geliefert wird.
  • Ähnlich sei es auch beim Käseexport. In Italien seien diese Effekte bereits spürbar.
  • Aktuell sei die Schweizer Milchproduktion leicht steigend.
  • Gleichzeitig sinken die Schlachtzahlen bei den Kühen deutlich.
  • Unter anderem wegen Logistikproblemen im EU-Binnenmarkt sind die dortigen Milchpulver- und Milchpreise laut SMP unter Druck.

Belieferung Schweizer Abnehmer hat Priorität

Insgesamt bestehe in der Schweiz eine positive und starke Nachfrage nach Schweizer Milch. Die Produkte geniessen in der jetzigen Krise das Vertrauen der Konsumentinnen und Konsumenten und daher müsse die Belieferung des inländischen Detailhandels prioritär behandelt werden. 

Prognose mit zu viel Spekulation

Um eine Standortbestimmung für die zweite Jahreshälfte vorzunehmen, sei es angesichts der gegenwärtigen Entwicklungen auf dem Milchmarkt noch zu früh, schliesst die SMP. Heute wäre das mit zu viel Spekulation verbunden.  

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