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Antibiotikum der ersten Stunde: die Kapuzinerkresse

Im 17. Jahrhundert ist sie mit niederländischen Handelsschiffen nach Europa gekommen. Heute blüht die Kapuzinerkresse häufig in Bauerngärten als essbare Zierpflanze.


Die Blütenform erinnert an die Kapuzen der Kapuzinermönche. So bekam die Kapuzinerkresse ihren Namen. Der Schwedische Naturforscher Carl von Linné sah in der trichterförmigen Blüte einen Helm und in den runden Blättern einen Schild. In Anlehnung an den griechischen Begriff «Tropaion», dem Siegessymbol mit Helm, Schild, Schwert und Lanze, nannte er die Gattung Tropaeolum.

Auch Inkas schätzten die Kapuzinerkresse

Die Kapuzinerkresse ist nur im weitesten Sinne mit der Gartenkresse verwandt. Beide gehören der Ordnung der Kreuzblütlerartigen an, die sich bei vielen Vertretern durch den Gehalt an Senfölen auszeichnen. Diese geben der Kapuziner-, sowie der Gartenkresse den scharfen Kresse-Geschmack. Dabei wirken diese sogenannten sekundären Pflanzenstoffe auch antibakteriell. So wird diese Pflanze in der Naturheilkunde bei Bronchitis oder Harnwegsinfektionen eingesetzt. In ihrer Heimat, den Ländern Südamerikas, wussten die Inkas sie für Wundheilungen und zur Schmerzlinderung einzusetzen.

Wenig Pflege für viel Ertrag

Auf dem Markt findet man heute häufig die Grosse Kapuzinerkresse (Tropaeolum majus) und die Kleine Kapuzinerkresse (Tropaeolum minus), die beide oft nur mit Kapuzinerkresse bezeichnet werden. Erstere bildet Ranken aus und kann bis zu drei Meter hoch werden. Aufgrund der Kälteempfindlichkeit ist die Kapuzinerkresse aber nur einjährig. Sie anzupflanzen lohnt sich trotzdem; sie bedankt sich ab Juli bis Oktober mit einer üppigen Farbenpracht in Orange-, Gelb- oder Rottönen. Dabei ist der Pflegeaufwand nur gering und der Ertrag gross; denn es lassen sich Knospen, Blüten, Samen, Blätter und Triebe in der Küche verwenden.

Der Anbau von Kapuzinerkresse hat viele Vorteile. Nach einer Woche bis zehn Tagen keimen die Samen, und ab dann wächst die Pflanze ziemlich schnell. Ihr ist es egal, ob sie in Kübeln oder im Freiland gepflanzt wird. Sind die Eisheiligen vorbei, kann sie fast zu jedem Zeitpunkt während der warmen Saison ausgesät werden.

Pflanzenschutzmittel von Mutter Natur

Als sogenannte trap crop, also Fangpflanze, kann die Kapuzinerkresse im Kampf gegen Weisse Fliegen angepflanzt werden. Diese werden nämlich von der Kresse angelockt, was Kohlarten vor dem Befall schont. In Mischkultur mit Tomaten, Stangenbohnen oder Gurken kann sie sogar geschmacksintensivierend wirken. Einige Quellen berichten auch von der Nutzung als Schneckenabwehr, doch die Wirksamkeit hängt von anderen Bedingungen, wie sonstiges Futterangebot im Garten, ab.

Diverse Einsatzgebiete im Garten

Die Kapuzinerkresse stellt auch keine hohen Anforderungen an den Boden; es muss nur im seltenen Fall gedüngt werden. Sandiger bis lehmiger Boden wird gut vertragen. An heissen Sommertagen sollte aber genügend gegossen werden, da durch das üppige Laub viel Wasser verdunsten kann. Gleichzeitig eignet sich die Pflanze mit der schnellen Bodendeckungs-Fähigkeit als lebendiger Mulch. Hier gilt es aber aufzupassen, da die Ranken gewisser Sorten sich gerne an anderen Pflanzen klammern. Für Kübelpflanzungen sind kompakt wachsende Sorten daher besser – ausser man beabsichtigt eine schöne hängende Blumenampel.

Kapuzinerkresse ist essbar

Feingeschnittene Kapuzinerkresse-Blätter schmecken fantastisch auf Brot mit gesalzener Butter. Dabei die farbigen Blüten als Dekoration nicht vergessen!

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