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Zu tiefe Produktion: Es droht ein Butterloch

Die diesjährige Butterproduktion werde nicht reichen, um die Inlandnachfrage zu decken. Die Branchenorganisation Butter erhöht daher den internen Richtpreis.


Der Butterberg ist bereits im vergangenen Jahr geschmolzen: 2019 seien die Lagerbestände an Schweizer Butter komplett aufgebraucht worden, schreibt die Branchenorganisation Butter (BOB) in einer Medienmitteilung. Daher habe man das Jahr 2020 ohne Reserven in Angriff nehmen müssen.

Die Produktion ist Rückläufig

Trotz leerer Lager ist die Butterproduktion in der Schweiz laut BOB seit mehreren Monaten rückläufig. Somit sei es unmöglich, für die zweite Jahreshälfte ein ausreichendes Butterlager aufzubauen. Somit ist es wahrscheinlich, dass die Inlandnachfrage 2020 nicht mit Butter aus Schweizer Produktion wird gedeckt werden können.

Mehr Milch wird verkäst

Den Hauptgrund für die tiefe Butterproduktion sieht die BOB darin, dass aktuell zusätzliche Milchmengen aus dem Industriebereich verkäst werden. Um die Herstellung von Butter anzukurbeln, brauche es preisliche Anreize.

Interner Richtpreis wird erhöht

Die BOB reagiert nun und erhöht den internen Richtpreis für zu Butter verarbeiteten Industrierahm per 1. Juli 2020 um 60 Rappen je Kilo Fett.  

Dieser Preisanreiz werde allerdings nicht ausreichend sein, schreibt die BOB. Diverse Butterprodukte würden deshalb ab Mitte des Jahres mit Importbutter hergestellt werden. Dabei soll es sich aber um eine zeitlich begrenzte Massnahme handeln, die nur so lange gilt, bis wieder genügend Schweizer Butter verfügbar ist. 

Auch der Verband Schweizer Milchproduzenten SMP hatte bereits eine klare Forderung geäussert: Keine Butterimporte ohne Preissignal

Die Milchproduzenten verlieren

Dadurch, dass wegen zusätzlicher Butterimporten in der Höhe von mindestens 2'000 Tonnen in diesem Jahr 40'000 Tonnen Milch im billigen B-Segment landen, gehen den Schweizer Milchproduzenten rund 10 Millionen Franken an Wertschöpfung verloren. Das rechnet die Basisorganisation für einen fairen Milchmarkt (Big-M) in einer Medienmitteilung zum Butterloch vor. 

Anders sieht es laut Big-M für die Verarbeiter aus: für sie gehe die Rechnung auf, da sie sowohl im A- wie auch im B-Segment ihre Marge hätten. Mit dem Import von Butter liesse sich sogar Gewinn machen, während die Anlagen für die Überschussverwertung gut ausgelastet blieben. 

Big-M appelliert an die Branchenorganisation Milch (BOM), in den kommenden milchstarken Monaten die Herstellung von Produkten mit geringer Wertschöpfung zu stoppen. Stattdessen gelte es, jetzt Butter für das diesjährige Weihnachtsgeschäft zu produzieren. 

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