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Vorsicht: Jetzt beim Mähen auf Vögel, Rehe und Hasen achten

Der Schweizer Tierschutz gibt Hinweise, wie man Wildtiere vor dem Tod im Mähwerk retten und damit auch eine Kontamination der Heuernte verhindern kann.


Gleichzeitig mit dem Beginn der Mähsaison im Frühling beginnt die Brut- und Setzzeit verschiedener Wildtiere, schreibt der Schweizer Tierschutz STS. Der Arbeit auf der Wiese können die Gelege bodenbrütender Vögel wie Fasan oder Rebhuhn, junge Rehkitze, kleine Feldhasen und andere Kleinsäuger zum Opfer fallen.

Tierleid und vergiftetes Futter verhindern

Dass ein Tod im Mähwerk grausam ist, braucht nicht weiter ausgeführt zu werden. Aber auch das Heu kann unbrauchbar werden, wenn Reste vermähter Tiere es kontaminieren. Denn bei der Zersetzung entstehen Giftstoffe, die für Nutztiere tödlich sein können. 

Das empfiehlt der STS:

  • Vor der Mahd: Vergrämen, z. B. mit aufgehängten Tüchern, Baustellen-Warnblinkern, an Pfählen befestigtem Absperrband
  • Vor der Mahd: Die Fläche nach Rehkitzen absuchen (Abschreiten, mit Infrarot oder per Drohne)
  • Rehkitz gefunden: nicht mit blosser Hand berühren, sondern mit Handschuhen oder Grasbüschel in eine Holzkiste legen und aus dem Gefahrenbereich bringen. Alternativ das Tier mit einer Holzkiste am Fundort abdecken, die Stelle markieren.
  • Beim Mähen den Fundort umfahren und so eine Grasinsel stehen lassen
  • Von innen nach aussen mähen, um den Tieren einen Fluchtweg offen zu lassen
  • Nach der Mahd: Rehkitz wieder an den Fundort legen (Grasinsel), damit die Mutter es wiederfindet

Und was ist mit Junghasen und Vogeleiern?

«Es ist unwahrscheinlich, auf einer intensiv genutzten Fläche auf ein Nest von Bodenbrütern oder Junghasen zu stossen», meint Samuel Furrer vom Schweizer Tierschutz STS auf Anfrage der BauernZeitung. Wahrscheinlicher würde man beim Abschreiten einer extensiven Wiese so etwas entdecken und diese Parzellen werden sowieso später gemäht. «Dank dem späteren Schnitttermin haben Feldhasen die Chance, ihren Nachwuchs durchzubringen», erklärt Furrer.

Sollten doch einmal im hohen Gras einer Futterbauparzelle kleine Hasen sein, rät Samuel Furrer, sie grosszügig zu umfahren und eine Grasinsel stehen zu lassen. «Am besten wäre es, in einem solchen Fall die Parzelle erst in 2-3 Wochen zu mähen», fügt er hinzu, «solange werden die Junghasen von ihrer Mutter gesäugt.»

Weitere Informationen

Der Verein Rehkitzrettung Schweiz bietet kostenlose Drohnenflüge übers Feld an, um im Gras versteckte Rehkitze aufzuspüren: Informationen für Landwirte

Allerdings sind noch nicht in der ganzen Schweiz Drohnenpiloten verfügbar.

Merkblatt des STS: Rehkitze schützen bei der Heuernte

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D: Landwirt muss für zerstückelte Rehkitze zahlen
04.08.2018
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