Nach der vergangenen feuchten Periode mit vielen Regenfällen im Frühling stehen uns nun die sommerlichen Tage bevor. Endlich können wir unsere Vierbeiner auf die Sommerweide lassen, ohne grobe Trittschäden an der Grasnarbe zu hinterlassen. Viele Pferdehaltende und Pensionsställe bieten den Pferden die Weiden aus diesem Grund nur von Frühling bis Herbst an.

Mittelchen gegen Stechinsekten

Um gut in die Sommerweide starten zu können, ist eine langsame Futterumstellung wichtig. Die Vorlage von Heu vor und nach dem Weidegang ist auch im Frühsommer wichtig, um Verdauungsstörungen wie beispielsweise Koliken oder fütterungsbedingten Durchfällen vorzubeugen.

Die Pferde sollten auf der Sommerweide vor Stechinsekten zum Beispiel mit Fliegenmasken, Fliegendecken und Insektensprays geschützt werden. Insbesondere Pferde mit der Neigung zu Sommerekzem sollten nur gut geschützt vor Stechinsekten, wie Fliegen, Mücken oder Bremsen, geweidet werden. Stiche dieser fliegenden Plagegeister können bei empfindlichen Pferden schwache bis heftige allergische Hautreaktionen auslösen. Sommerekzem zeigt sich durch starken Juckreiz und verkrustete bis wund gescheuerte Stellen an Mähnen- und Schweifansatz sowie Hals, Bauch und Beinen der Tiere.

Wasser, Mineralstoffe, Salze

Nicht nur Insekten sind ein Risikofaktor der Sommerweide. Die Pferde brauchen im Sommer Schattenplätze auf der Weide als Schutz gegen die Sonne und Hitze. Den Pferden sollten Schattenplätze wie Bäume oder Unterstände angeboten werden. Eine gute Alternative stellt die Nachtweide dar. Bei diesem System können gleich zwei Fliegen mit einer Klappe geschlagen werden. Lästige Stechinsekten sind nachts weniger aktiv und die Temperaturen sind erträglicher. Wer Ekzem-Pferde hat, der sollte allerdings aufpassen mit Weidegang in der Dämmerung und in den frühen Morgenstunden. Kriebelmücken (oder auch Gnitzen genannt), welche als Hauptverantwortliche für Sommerekzem gelten, sind während dieser Tageszeit am aktivsten.

Besonders bei Hitze ist der Wasserbedarf der Tiere gross. Je nach Grösse und Alter nimmt ein Pferd zwischen 30 und 80 Liter Wasser pro Tag auf. Je mehr die Tiere schwitzen, desto mehr Flüssigkeit, Mineralstoffe und Salze gehen verloren und müssen nachgeliefert werden. Darum müssen die Pferde auch auf der Sommerweide mit ausreichend Wasser, Mineralstoffen und Salzen versorgt werden.