Es sei noch unbekannt, wie sich die Tiere auf dem Geflügelbetrieb in Develier im Kanton Jura mit der Newcastle-Krankheit angesteckt haben, teilt das Bundesamt für Lebensmittelsicherheit und Veterinärwesen (BLV) mit. Hinweise auf einen Zusammenhang mit dem Fall vom Januar im Kanton Zürich gebe es nicht. Zu den Vorkehrungen gegen eine Weiterverbreitung der Seuche gehört auch, die Tötung der rund 15'000 Legehennen vorzubereiten.

Betrieb gesperrt und Zonen eingerichtet

Weiter sei der betroffene Betrieb gesperrt worden, weshalb nur die Tiere versorgende Personen und der Vollzug noch Zutritt zu den Ställen haben. Die Behörden richten eine ungefähr drei Kilometer grosse Schutz- und eine Überwachungszone im Umkreis von zehn Kilometern ein. In diesen Gebieten gelten für Geflügelbetriebe besondere Massnahmen.

Auf die Eier achten

Als typische Symptome für die Newcastle-Krankheit nennt das BLV, dass die Tiere weniger oder gar keine Eier mehr legen. Ausserdem könnten Eier mit zu dünner und verfärbter Schale auftreten.

Der Krankheitserreger gilt als hochansteckend, wird über die Luft oder durch direkten Kontakt übertragen und kommt auch bei Wildvögeln vor. Die Tierseuche kann ausserdem indirekt über Personen, Geflügelprodukte oder Eierkartons verbreitet werden. Zwar kann sie bei Menschen nach direktem und sehr engem Kontakt zu infizierten Vögeln in seltenen Fällen eine Bindehautentzündung auslösen, der Konsum von Eiern und Geflügelfleisch sei aber unbedenklich.

Weitere Informationen zu Symptomen, Übertragungswegen und Schutz vor der Newcastle-Krankheit finden Sie hier.