«Was nicht verkauft wird, muss nicht produziert werden», heisst es bei Swissmilk. Daher betreibt die Organisation seit Jahren Basismarketing für das typische Schweizer Produkt Milch und arbeitet daran, dass das weisse Gold in allen Zielgruppen ein gutes Image geniesst sowie ganzjährig mit starker Präsenz am Markt ist. Die Konkurrenz: Softdrinks, Frühstücksgetränke, Mineralwasser, pflanzliche Fette und Importware. 

Fondue-Verleih und Fanartikel

Die Aktivitäten von Swissmilk sind vielfältig. So wird ein Verleih von Fondue- und Raclette-Sets angeboten, inklusive passender Zelte für traditionelle Käsegerichte in grosser Runde. Auf der prämierten Website grüsst immer wieder die schwarz-weisse Werbekuh Lovely und weist auf Inhalte und Fakten hin. Im Swissmilk-Shop gibt es diverse Artikel mit der horntragenden Kuhdame, von Laptoptasche über Frozen-Joghurt-Formen bis zur Piñata. Hinzukommen die Shakepulver, die vielen wohl noch vom Tag der Pausenmilch in bester Erinnerung sein dürften. 

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Fondue- und Raclette-Sets können auf der Swissmilk-Website online gebucht werden. (Bild annapictures / Pixabay)

https://de.wikipedia.org/wiki/Pi%C3%B1ataBeratung und Schulmaterial

Neben Spielerischen Angeboten bietet Swissmilk auch ein breites Wissen rund um Milch und deren Produktion. Das Kompetenzzentrum für Milch und Milchprodukte informiert mit Studien, Fachartikel, Broschüren und Faktenblättern über Ernährungs- und Gesundheitsthemen. In diesem Rahmen bietet sich Swissmilk auch für die Vermittlung von Experten zur Beantwortung von Fachfragen an und gibt kostenloses Informationsmaterial an Interessierte und Beratende ab. 

Angepasst auf das Alter der Kinder gibt es ausserdem Unterlagen für die Schule. Diese umfassen ganze Konzepte für Projektwochen, Ausflugstipps, E-Learning und multimediales Unterrichtsmaterial. Dasselbe Angebot von Swissmilk gibt es auch für Kitas und Horte. Nicht zu vergessen: der jährliche Tag der Pausenmilch, an dem an Schulen Schweizer Milch verteilt wird:

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Umfangreiche Rezeptsammlung mit vielen Extras

Der wohl bekannteste und meist besuchte Teil der Swissmilk-Website dürfte die umfangreiche Rezepdatenbank sein. Darin finden sich Kochideen mit Milchprodukten für jede Jahreszeit und Gelegenheit mit attraktiven Bilden und leicht verständlichen Anleitungen, seit 2020 auch 100 Landfrauen-Rezepte. In dem Food-Vlog (Video-Blog) «Chochdoch» sowie in zahlreichen Schritt-für-Schritt-Videos kann man beim Zubereiten, Kochen und Backen zuschauen. Besonders hilfreich für alle, die unentschlossen in der Küche stehen: «Was koche ich heute?» wo mann Rezepte nach Stichwort oder Zutat durchsuchen kann.

Zur Rezeptsammlung gehört auch ein Saisonkalender, der automatisch der Jahreszeit entsprechende Früchte, Gemüse und Kräuter samt Kurzinfos und Bildern anzeigt und auf Knopfdruck passende Kochideen liefert.  

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Vom klassischen Familienmenü bis zum ausgefallenen Apéro findet man bei Swissmilk eigentlich alles. Per Mausklick werden die Zutaten der gewünschten Menge angepasst. (Bild MiRUTH_de / Pixabay)

Eine Organisation der SMP

Swissmilk gehört zur SMP, dem Verband Schweizer Milchproduzenten. Dieser vertritt die Interessen der Schweizer Milchproduzenten und ihrer lokalen sowie regionalen Organisationen auf gesellschafts- und wirtschaftspolitischer Ebene. Die SMP verfolgen nach eigenen Angaben die Vision, «dass Schweizer Milch weltweit an der Spitze steht – mit einmaligen Produktionsstandards und positiven Imagewerten, die auf gelebter Tradition basieren.» Das Basismarketing spielt somit in der Strategie der SMP eine wichtige Rolle und der grösste Teil (83 Prozent) der Mittel des Verbands fliessen in die Tätigkeiten von Swissmilk:

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Dass Konsumentinnen und Konsumenten positiv auf Milch und Milchprodukte eingestellt sind, sei eine zentrale Voraussetzung für den regelmässigen Konsum von Milch, Butter, Käse und Co., schreiben die SMP auf ihrer Website. (Grafik SMP)

Swissmilk-Green-Label zeigt hohen Standard

Seit dem 1. September 2019 gibt es den Branchenstardard «Swissmilk Green» (auch grüner Teppich genannt). Milchproduzenten, die bei der Haltung ihrer Tiere und der Bewirtschaftung ihrer Flächen die 10 (+2) Kriterien erfüllen, werden mit dem Label ausgezeichnet und erhalten eine Zuschlag von drei Rappen für Molkereimilch im A-Segment. Gemäss SMP soll es bis 2023  fast nur noch nachhaltige Schweizer Milch nach den Vorgaben von Swissmilk Green geben. Viele Betriebe würden diese bereits erfüllen, das Label solle das hohe Niveau der Schweizer Milchproduzenten in Sachen Tierwohl, Fütterung, nähe und Gesundheit daher standardisieren und – gegebenenfalls – anheben. 

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Im Detailhandel ist das Swissmilk-Green-Logo auf diversen Produkten zu sehen. So prominent wie auf diesen Glasflaschen anlässlich der Lancierung des Branchenstandards ist das Label allerdings nicht. (Bild BauZ)