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«Molke-Shake»: Ein High-Protein-Drink aus Schweizer Molke

Doris Erne kämpft für mehr Anerkennung für Schweizer Molke. Fast hätte sie ihr Produkt aufgegeben. Aber dann startete sie im Frühjahr einen neuen Anlauf mit dem Schwyzer Milchhuus.


Doris Erne hat ein grosses Ziel: «Ich möchte, dass Molke auch in der Schweiz als hochwertige Proteinquelle anerkannt wird.» Die Idee entstand aus einem persönlichen Bedürfnis. Erne, die aktiv Crossfit betreibt, sagt: «Es gibt viele Proteindrinks auf dem Markt, aber kein Produkt, in das ich vertraute.» Zudem wollte sie zu einer nachhaltigen Lebensmittelproduktion beitragen und etwas tun, damit mehr Molke für die menschliche Ernährung genutzt anstatt an Tiere verfüttert wird oder in die Biogasanlage gelangt.

«Jomo-Shake» kam nicht in Fahrt

2018 gründete sie das Start-up-Unternehmen Wood & Field – damals mit einer Partnerin, von der sie sich mittlerweile getrennt hat. Ihr erstes Produkt aus Molke hiess «Jomo-Shake» in den zwei Sorten «Voll Mocca» und «Voll Beeri». Der Start sei harzig gewesen, erinnert sich die Lebensmittelingenieurin: «Wir konnten mit unserem Produkt einfach nicht richtig Fuss fassen.»

Für ihre damalige Produktionspartnerin, die Milchhof AG, waren die Absatzmengen zu tief. Im Sommer 2019 erfolgte der Produktionsstopp. «Ich musste mir eingestehen, dass die Zeit dafür wohl noch nicht reif ist», sagt Erne. Das war ein Tiefpunkt, zumal sie zu diesem Zeitpunkt schon viel Energie und Geld in ihr Unternehmen investiert hatte.

Im zweiten Anlauf soll es klappen

Aber ganz loslassen wollte die Idee mit den Molke-Shakes Doris Erne nicht. Von ihrem Umfeld, aus der Industrie und an Events erhielt sie viel Zuspruch, weiterzumachen. Eine Bekannte vermittelte ihr schliesslich einen Kontakt zum Schwyzer Milchhuus.

Dort war man vom Potenzial des Produkts von Anfang an überzeugt. Martin Herzig vom Schwyzer Milchhuus sagt: «Konzept und Rezept passen hervorragend zu unseren Möglichkeiten in der Produktion.» Neben dem Produkt finde man auch den Ansatz zur Reduktion von Food Waste sehr interessant. «Das passt zu unserer Nachhaltigkeitsstrategie.»

Voller Tatendrang machten sich Erne und ihr Team, dem auch ihr Lebenspartner Christian Studer angehört, an die Arbeit. Es entstand ein neues Design, der «Jomo-Shake» wurde zum «Molke-Shake», einem laktosefreien, erfrischend nach Joghurt schmeckenden Molke-Protein-Getränk in Bioqualität.

In ausgewählten Filialen erhältlich

Seit Anfang April kann man den Molke-Shake in den Sorten Mango und Beeren in 13 Alnatura-Bio-Supermärkten, in Selecta-Foodie‘s Micromarkets und in lokalen Geschäften in der Region Rapperswil-Jona SG kaufen.

«Unser grosses Glück ist, dass das Schwyzer Milchhuus seinen Biokäse in Alnatura-Läden verkauft», sagt Doris Erne. Zudem seien die Verantwortlichen bei Alnatura sehr engagiert, auch der bei der Produktion dieses Käses anfallenden Molke eine Plattform zu bieten. «So kamen wir einfacher zum Listing.»

Für Wood & Field sei das ein riesiges Glück und ermögliche ein langsames und hoffentlich stetiges Wachstum. Sie hofft, dass sie so irgendwann mit ihren Molke-Shakes in die Regale der Migros kommt. «Das wäre der grosse Durchbruch für unseren Molke-Shake.»

Neues Projekt mit Molkeproteinpulver

Angesprochen darauf, welche Vision sie für ihr Produkt hat, meint Doris Erne: «Ich wünsche mir, dass erkannt wird, wie wunderbar Molke ist und wie fantastisch sie schmecken kann.» Die Skepsis sei immer noch sehr gross. Mit ihrem Molke-Shake will sie eine Alternative zu den importierten Protein-Drinks bieten «mit einem Schweizer Qualitätsprodukt, dessen Rohstoff ohnehin in grossen Mengen vorhanden wäre».

Und Erne tüftelt schon an einem neuen Projekt. Sie führt eine Studie zur Herstellung eines neuartigen Molkenproteinpulvers mit der Berner Fachhochschule HAFL durch. Molke ist ein Thema, das die 39-Jährige wohl definitiv nicht mehr loslässt.

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In den Becher statt in den Kübel
13.09.2018
Molke ist gesund. Sie enthält wenig Fett, dafür wertvolles Eiweiss und Vitamine. Von den 1,3 Millionen Tonnen Molke, die in der Schweizer Käseproduktion jährlich als Nebenprodukt anfallen, wird allerdings nur ein Viertel oder 325'000 Tonnen für die menschliche Ernährung genutzt. Doris Erne (37) und Janice Spiess (39) wollen etwas gegen diese Lebensmittelverschwendung unternehmen.
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«Es ist schade, dass ein so wertvolles Produkt als Abfallprodukt behandelt wird», findet Doris Erne. Im Rahmen ihres Nachdiplomstudiums verfolgte sie die Idee, einen fixfertigen Proteinshake auf den Markt zu bringen. Von der Idee bis zum fixfertigen Shake war es aber ein langer Weg. Zwei, die sich ergänzen Zuerst tüftelte die gelernte Lebensmittelingenieurin in der eigenen Küche. Ende 2017 traf ...
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