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Migros und Jowa setzen auf pestizidfreien Weizen

Migros stellt auf einen komplett pestizidfreien Anbau von Brotgetreide um. Bisher verarbeitete die Jowa bereits IP-Suisse-Getreide, das ohne den Einsatz von Fungiziden, Insektiziden und Halmverkürzer angebaut wurde, zu Brot und Backwaren für die Migros. Jetzt folgt auch der Verzicht auf Herbizide.


Bis 2023 soll von der Migros nur noch Getreide aus komplett pestizidfreiem Anbau eingesetzt werden, das schreibt die Migros in einer Medienmitteilung. Mit jährlich 85'000 Tonnen verarbeitetem Brotgetreide von IP-Suisse gestalte die Migros den Schweizer Weizenanbau aktiv mit und arbeite kontinuierlich daran, diesen zum Wohl der Natur, Bauern und Konsumenten weiterzuentwickeln, so die Migros in der Mitteilung.

Gemeinsam mit der Jowa, der führenden Schweizer Bäckerei, setzt die Migros bewusst auf nachhaltig erzeugte Rohstoffe, und zeigt sich so als verantwortungsvolle Partnerin für Menschen, Umwelt und Wirtschaft. Man wolle den Schweizer Weizenanbau naturnaher gestalten und die Biodiversität noch stärker fördern, erklärt die Migros.

 «Ich danke insbesondere unseren IP-Suisse-Partnern herzlich für ihren Mut und ihre Überzeugung, den pestizidfeien Weizenanbau konsequent zu realisieren. Es ist ein grosser Schritt, den wir mit allen Partnern der Wertschöpfungskette gehen und bestmöglich unterstützen.»

Tobias Eugster, Leiter der Business Unit Brot- und Backwaren

Komplett pestizidfrei

Nebst dem Verzicht auf den Einsatz von Fungiziden, Insektiziden und Halmverkürzern beim Anbau des Brotgetreides, wird nun auch auf Herbizide komplett verzichtet, sowohl beim Anbau als auch beim Saatgut. Das Unkraut werde neu vor allem durch das Jäten mit Spezialgeräten oder von Hand bekämpft. Teil des Projekts sind neben der Migros und Jowa auch die ETH Zürich, HAFL und IP-Suisse. Nach jahrelangen Vorarbeiten und Praxisversuchen könne sowohl Qualität als auch Liefersicherheit gewährleistet werden. Die Umstellung soll aber phasenweise geschehen, da sie eine grosse Herausforderung für die Bauern, Mühlen und Verarbeiter darstelle. 

Jahrelange Forschung im Vorfeld

Die Forschung wurde in drei Phasen geteilt:

  • 2017: Die Prüfung der Konsequenzen des pestizidfreien Anbaus anhand eines agronomischen Modells durch die Jowa in Zusammenarbeit mit der ETH Zürich
  • 2018: Lancierung des dreijährigen Praxisversuchs der Jowa, gemeinsam mit IP-Suisse und HAFL
  • Seit 2019: Befragungen von mehreren tausend Landwirten zu den nötigen Rahmenbedingungen im Rahmen eines Postdocs der ETH Zürich

Das Ziel der Forschung, das Projekt «Pestizidfreier Anbau» auf einer objektiven Datenbasis aufbauen zu können, sei nun erreicht. Dabei wurde umfassend und präzise analysiert, wie sich die Schritte hin zu einem pestizidfreien Weizenanbau auf die Unkrautbekämpfung und -vermeidung, auf den Düngereinsatz, auf Erträge und Deckungsbeiträge auswirke, schreibt die Migros zum Schluss der Mitteilung.

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