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Ein wichtiger Schritt hin zur biologischen Bekämpfung der Kirschessigfliege

Forschende konnten nachweisen, dass eine Schlupfwespenart nur Larven in reifenden Früchten parasitiert. Damit wäre sie spezifisch genug, um als biologische Bekämpfung gegen die Kirschessigfliege eingesetzt zu werden.


Ein natürlicher Gegenspieler der invasiven Krischessigfliege ist die Schlupfwespe Ganaspis brasiliensis, die im asiatischen Raum die Larven der Kirschessigfliege parasitiert. Forschende des Centre for Agriculture and Bioscience International (Cabi) in Delsberg um den Entomologen Lukas Seehausen fanden gemeinsam mit französischen Kollegen mithilfe von molekularen Analysen nun heraus, dass Ganaspis brasiliensis nicht nur eine Art, sondern zwei genetisch unterschiedliche Arten sind.

Genügend spezifische Wirtswahl

Während die eine Art mehrere Fruchtfliegen parasitiert, befällt die andere ausschliesslich Larven, die sich von reifenden Früchten ernähren. «Da nur die Kirschessigfliege in ihrem Invasionsgebiet reifende Früchte befällt, scheinen Parasitoide aus dieser zweiten Gruppe gut als biologische Bekämpfungsmittel geeignet zu sein», sagte Lukas Seehausen gemäss einer Mitteilung des Cabi.

Die Schlupfwespe wurde wiederholt als biologischer Schädlingsbekämpfer gegen die Kirschessigfliege vorgeschlagen. Unsicherheiten bezüglich ihrer Taxonomie und Spezifität hätten bisher jedoch Zweifel an ihrer Eignung aufkommen lassen. Die Entdeckung erlaube nun, sich in weiteren Forschungsarbeiten auf die spezifische Gruppe zu konzentrieren, sagte Seehausen.

Fressfeinde fördern

Vor zwei Jahren konnten Forschende von Agroscope verschiedene Insekten identifizieren, die Kirschessigfliegen fressen: Ohrwürmer, Spinnen, Raubwanzen und einige Kurzflügler. Wer diesen Tieren Unterschlupf bietet bzw. sie vor Insektiziden schützt, bekämpft somit indirekt die Kirschessigfliege. 

Wie Sie Nützlinge in der Kultur und auf Stufe der Parzelle, bzw. Landschaft fördern können, beschreibt ein Merkblatt von Agridea. 

Auch Krabbenspinnen fressen Kirschessigfliegen. (Bild Mario Waldburger/Agroscope)

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