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Detailhandel: Wer bestimmt, was wann Aktion ist?

Aktionen bestimmter Produkte sorgen immer wieder für rote Köpfe. Gelegentlich werden sie als unsinnig bezeichnet. Aber wie kommen Aktionen zu Stande? Wir haben nachgefragt.


Fleisch aus dem Ausland zum Aktionspreis oder billige Erdbeeren ausserhalb der Saison – über Sinn und Unsinn von Aktionen im Detailhandel gibt es immer wieder Diskussionen. Es drängt sich die Frage auf, wie bestimmt wird, was wann zu einem tieferen Preis angeboten wird. Und wer die Preisdifferenz am Ende zu spüren bekommt.

Kunden, Markt und Saison

Bei der Migros heisst es, Aktionen würden vor allem durch die «Bedürfnisse von Kundinnen und Kunden, Saisonalität und Verfügbarkeit einer Ware» bestimmt. Auch bei Coop orientiere man sich an den Kundenbedürfnissen, dem «Markt und seinen Erfordernissen» sowie der Saison, schreibt ein Mediensprecher. 

In der Regel in Absprache mit Produzenten 

Auf die Frage, wer alles an der Festlegung von Aktionen beteiligt sei, bleibt die Migros vage: Sie würden in einem Zusammenspiel verschiedenster Abteilungen und Verantwortungsbereiche definiert. Coop ist etwas konkreter und schreibt, Aktionen würden von den Verantwortlichen des Einkaufs «in der Regel» in Absprache mit den Produzenten festgelegt. Auch die Migros sei dabei in direktem Austausch mit Lieferanten. 

Mal kurz-, mal langfristig

Meist plane man Aktionen langfristig, so der Mediensprecher von Coop. Man könne aber auch kurzfristig auf Angebot oder Nachfrage des Marktes reagieren, beispielsweise mit Aktionen auf Ünique-Gemüse (Knollensellerie, Weiss- und Blaukabis) in den nächsten Wochen.

Die Vorlaufzeiten unterscheiden sich laut Migros je nach Produktkategorie. Auch hier heisst es aber, je nach Marktsituation sei es wichtig und notwendig «möglichst kurzfristig und agil» reagieren zu können.

Zurückziehen wird schwierig

Aktionen ohne lange Vorlaufzeiten aufzunehmen, ist gemäss Aussagen von Coop einfacher, als sie zurückzuziehen. Dabei könnten nämlich «gewisse Risiken» wie Food Waste entstehen, was man absolut verhindern wolle. Dies war die Antwort auf die Frage, ob man kurzfristig Aktionen machen oder abblasen könne, je nach Marktentwicklung (Stichwort Butterloch).

Bei Überangeboten die Produzenten unterstützen

Obwohl anscheinend vor allem die Kunden mit ihren Bedürfnissen im Vordergrund stehen, nennt Coop bei der Frage nach dem Sinn von Aktionen auch die Unterstützung von Produzenten. Dies beispielsweise bei Überangeboten wegen einer überdurchschnittlichen Ernte. Aktionen könnten hier den Absatz verbessern.

Migros schreibt dazu, das Ziel sei immer dasselbe: «attraktive Angebote mit dem besten Preis-Leistungs-Verhältnis für alle unsere Kundinnen und Kunden bereitstellen zu können». In den einzelnen Genossenschaften werde aber so geplant, dass man den jeweiligen regionalen Gegebenheiten und Bedürfnissen gerecht wird.

Wo bleibt die Preisdifferenz?

Coop will keine Auskunft dazu geben, wer die Differenz zwischen Aktions- und üblichem Preis für ein Produkt zu spüren bekommt. Das seien Interna, die man aus Konkurrenzgründen nicht öffentlich kommuniziere. 

In der Antwort von Seiten der Migros wurde diese Frage übergangen. 

 

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