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«Das Authentischste, was die Landwirtschaft tun kann»

Am Sonntag fand der 1. schweizweite Tag der offenen Hoftüren statt. «Herzlich willkommen!», hiess es auch auf dem Betrieb von René und Sandra Eigenmann in Berg SG. «Offene Türen sind das Authentischste, was die Landwirtschaft tun kann, um sich der Bevölkerung vorzustellen», findet Peter Nüesch, der Präsident des St. Galler Bauernverbands.


Publiziert: 03.06.2019 / 15:06

«Wir wollen die Leute auf den Betrieb und in unseren Hofladen holen.» Dies ist eine der Gründe, weshalb sich René und Sandra Eigenmann am Tag der offenen Hoftür beteiligten. Ihr Betrieb in Berg SG oberhalb von Arbon liegt etwas abseits. Für die Beiden ist es wichtig, dass möglichst viele Leute den Eigenmannshof besuchen, den Hofladen kennenlernen und weiterempfehlen.

Fotogalerie vom 1. Tag der offenen Hoftüren

Aufklärung betreiben

René Eigenmann hat zudem festgestellt, dass der gegenwärtige «Labelsalat» zu einer Verunsicherung in der Bevölkerung führt. Er habe immer wieder die Erfahrung gemacht, dass die Leute sehen wollen, wer hinter einem Produkt steht und was an Arbeit dahintersteckt. Eigenmann ist es aber auch ein Anliegen, an einem Tag der offenen Tür die Leute aufzuklären. Sie sollen zum Beispiel erfahren, dass es sich bei seinen schwarzen Holsteinkühen um Tiere handelt, die eine Höchstleistung erbringen. Er möchte den Leuten im Stall aber auch erklären, was es an Pflege und Wissen, an Futter aber auch an Aufmerksamkeit für die Tiere braucht, damit diese in der Lage sind, Höchstmengen an Milch zu produzieren.

Kluft wird grösser

«Die Kluft zwischen Stadt und Land wird immer grösser», sagte Peter Nüesch am Tag der offenen Hoftüren auf dem Eigenmannshof. Es werde immer schwieriger, zu kommunizieren, was die Landwirtschaft alles leistet. Deshalb ist es für den Präsidenten des St. Galler Bauernverbands wichtig, dass an Tagen der offenen Hoftüren auch Kinder die Landwirtschaftsbetriebe besuchten. Diese würden von ihren Erlebnissen auf dem Bauernhof erzählen und so bei der nachwachsenden Generation als Kommunikatoren wirken. «Die Türen des Betriebs zu öffnen, ist das Authentischste, was man machen kann, um den Leuten die Landwirtschaft näher zu bringen», sagte Nüesch.

Wichtig, dass die Schweiz dabei ist

75 Prozent der Bevölkerung der Schweizer Bevölkerung lebt in urbanen Räumen. Das stellte SBV-Präsident Markus Ritter in seinem Kurzreferat auf dem Eigenmannshof fest. Die Bevölkerung wisse immer weniger über die landwirtschaftliche Produktion. Diese Kluft werde dadurch noch verstärkt, dass sich die Landwirtschaft in den letzten Jahren in ihrer Strukturen stark verändert habe. Als Stichworte nannte Ritter etwa die vermehrte «Produktion in Nischen», «Agrotourismus», «Direktvermarktung» oder die «Energieproduktion». Um die aktuelle Landwirtschaft der Bevölkerung wieder näher zu bringen, sei es wichtig, dass sich auch die Schweiz am Tag der offenen Hoftüren beteilige, der sich in mehreren europäischen Ländern bereits etabliert hat. Ritter wies aber auch daraufhin, dass die landwirtschaftliche Produktion im Freien und in aller Öffentlichkeit stattfindet – und von vielen wahrgenommen werde. Da sich die Konsumenten gegenwärtig zahlreiche Gedanken zur landwirtschaftlichen Produktion und zur Tierhaltung machten, sei es wichtig, den Kontakt zur und die Diskussion mit der Bevölkerung zu suchen. Ein Tag der offenen Hoftüren, wie er am Sonntag stattgefunden habe mit einer Beteiligung von 150 Betrieben sei das ideale Mittel dazu.

Vielseitiger Betrieb

René und Sandra Eigenmann führen den Eigenmannshof Hof mit prächtigem Ausblick auf den Bodensee in zweiter Generation. Renés Eltern, Bruno und Edith Eigenmann, arbeiten jedoch weiterhin mit voller Energie auf dem vielseitigen Betrieb mit. Auf diesem gibt es mehr als genug zu tun. Der vor zwei Jahren errichtete Laufstall mit Melkroboter ist auf 60 Kühe ausgelegt. Dazu kommen 5000 Legehennen mit einem so grosszügigem Auslaufgehe, wie man es selten sieht. Der Obstbau, schwergewichtig Kirschen und Äpfel, sind weitere Standbeine auf dem Betrieb Eigenmann. Ein Schmuckstück ist zudem der Hofladen, den die Familien führt. Er besticht durch eine reiche Auswahl, zu der auch selber veredelte und verarbeitete Produkte gehören – und eine geschmackvolle Gestaltung des Verkaufraums. Der Hofladen der Familie Eigenmann wurde in einer Ausschreibung des Schweizer Obstverband und des Magazins «Landfreund» zum schönsten Hofladen der Ostschweiz und zum zweitschönsten der Schweiz gekürt. Die regelmässige Präsenz auf dem Wochenmarkt in St. Gallen und ein Event-Raum für Feste ergänzen das Angebot.

Reger Austausch

Der «Tag der offenen Hoftür» bescherte dem Eigenmannshof einen regen Zustrom an Gästen. Der Betrieb wurde zwar nicht gerade von Besuchern «gestürmt», aber einige Hundert waren es über den ganzen Tag verteilt alleweil. Und diese waren allesamt interessiert. Auf den Hofführungen, aber auch in zahlreichen Gesprächen im Hofladen, auf der Obstanlage, im Laufstall oder vor dem Auslaufgehege der Hühner fand ein reger Gedankenaustausch statt.

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