Winterzeit ist Holzerzeit. Wer eine Schadfläche wiederaufforsten will oder Jungwald bewirtschaftet, kann dies ab Frühling 2026 beim Kanton geltend machen.

Über das Programm «Jungwaldpflege+» wird der Kanton Bern Waldbesitzende unterstützen, die ihren Wald aktiv von der Verjüngung bis zu einem jungen Bestand bewirtschaften und dabei auf die Anpassung an die Klimaveränderung achten.

Als Waldbesitzer und Waldbesitzerin steigt man mit den für den entsprechenden Wald passenden Massnahmen ins Förderprogramm ein.

Förderung von 14 000 Franken pro Hektare

Im Rahmen des Förderprogramms «Jungwaldpflege+» können über einen Zeitraum von 15 Jahren drei Pauschalen für verschiedene Massnahmengruppen («Begründung», «Lenkung» und «Förderung») beantragt werden. Bei der bisherigen Förderung betrug der totale Förderbeitrag rund 14 000 Franken pro Hektare. Die Beiträge im neuen Förderprogramm «Jungwaldpflege+» werden sich in einem ähnlichen Umfang bewegen.

Innerhalb der Massnahmengruppe «Begründung» können beispielsweise folgende Massnahmen ausgeführt werden:

  • Schlagpflege
  • Künstliche Verjüngung

Die Massnahmengruppen «Lenkung» und «Förderung» beinhalten beispielsweise folgende Massnahmen:

  • Künstliche Astreinigung
  • Mischwuchsregulierung

Details zur Höhe der einzelnen Pauschalen sowie zu den konkreten Massnahmen pro Massnahmengruppe kann das Amt für Wald und Naturgefahren des Kantons Berns aktuell noch nicht geben, weil erst ab Mitte Februar 2026 definitiv kommuniziert wird, heisst es.

Wie wird die Waldbewirtschaftung im Allgemeinen staatlich unterstützt? Wir haben beim Amt für Wald und Naturgefahren des Kantons Berns nachgefragt

In Wäldern ausserhalb des Schutzwaldes sowie Biodiversitätsförderflächen können waldbauliche Massnahmen im Rahmen von Begründungsmassnahmen sowie der Jungwaldpflege zur Anpassung der Wälder an die Klimaveränderung mit insgesamt bis zu 14 000 Franken/ha gefördert werden. Um die Fördergelder zu erhalten, müssen jeweils nach 5 bzw. 10 bzw. 15 Jahren gewisse Minimalanforderungen (z.B. Anzahl verschiedener Baumarten pro Hektar) erfüllt werden. Über alle Förderungen hinweg gesehen sprechen der Bund sowie der Kanton Bern rund 28 Millionen.

Es gibt keine Direktzahlungen in der Bewirtschaftung von Wäldern. Der Bund sowie die Kantone richten jedoch Abgeltungen und Finanzhilfen für gewisse Massnahmen, welche Waldbesitzende in ihren Wäldern durchführen, aus.