Haben Sie noch kein Abo der BauernZeitung?
Ein Produkt auswählen und bestellen

Sie sind bereits BauernZeitungs-Abonnent - haben aber noch kein Online-Login?
Die sofortige Freischaltung anfordern

Haben Sie Ihr Passwort vergessen?
Passwort vergessen

Haben Sie Fragen?
Infohotline: 031 958 33 33
Montag bis Freitag 8:00 - 17:00 Uhr

 

Haben Sie noch kein Abo der BauernZeitung?
Ein Produkt auswählen und bestellen

Sie sind bereits BauernZeitungs-Abonnent - haben aber noch kein Online-Login?
Die sofortige Freischaltung anfordern

Haben Sie Ihr Passwort vergessen?
Passwort vergessen

Haben Sie Fragen?
Infohotline: 031 958 33 33
Montag bis Freitag 8:00 - 17:00 Uhr

 

Was kosten Lebensmittel wirklich?

Eine aktuelle Studie kommt zum Schluss: konventionelle Lebensmittel sind zu billig gegenüber biologischen. Fleisch- und Milchprodukte sollten teurer sein, um die Marktverzerrung auszubessern.


Publiziert: 21.02.2019 / 14:23

Forscher der Uni Augsburg beschäftigten sich mit den Kosten, die bei der Produktion von Lebensmitteln entstehen. Würden diese sogenannten externen Kosten in den Preis einfliessen, sähe dieser ziemlich anders aus.

Stickstoff, Treibhausgase und Energie

Für die Berechnung der externen Kosten verwendeten die Studien-Autoren ein Modell (GEMIS), das eine Lebenszyklus-Analyse eines Produkts durchführt. Mit einbezogen als Verursacher (Treiber) von Umweltschäden wurden der Stickstoffeintrag, Treibhausgas-Ausstoss und Energieaufwand. Als Systemgrenzen wählten die Forscher den Weg vom Feld bis zum Hoftor. Nicht eingerechnet sind also die Verarbeitung, sowie Vermarktungs- und Logistikkosten.

Dies wird so gerechtfertigt, dass die meisten Umweltkosten während oder vor der eigentlichen Erzeugung entstehen und weniger während der Weiterverarbeitung.

Bio und konventionell im Vergleich

Um konventionellen und biologischen Anbau zu vergleichen, berechneten die Forscher, wieviele Prozent Unterschied in den drei Treibern zwischen den beiden System liegen. Diese Berechnungen wurden für drei Kategorien von Lebensmitteln gemacht: tierische, pflanzliche und Milch. Die Resultate zeigen eine starke Marktverzerrung; Werden externe Kosten eingerechnet, schrumpfen die Preisunterschiede (Ladenpreise und Erzeugerpreise) zwischen Bio- und konventionell produzierten Lebensmittel zusammen. Die Erzeugerpreise sank der Unterschied bei tierischen Produkten von 1.62 Euro auf 0.88 Euro. Bei der Milch änderte sich die Preisdifferenz von 0.21 Euro auf 0.13 Euro. 

Bio-Preise sind näher an der Wahrheit

Konventionelle Produkte verursachen mehr externe Kosten und sind trotzdem billiger als biologische – es handelt sich um eine Fehlbepreisung. Denn wie die Forscher betonen, Umweltkosten müssen in jedem Fall bezahlt werden. Sind sie nicht über den Preis vom Konsumenten übernommen, wird sie jemand anderes zahlen müssen. Das führt zu einer Ungerechtigkeit gegenüber umweltbewussteren Konsumenten und den Leidtragenden von Umweltschäden.

Biologisch und pflanzlich schneidet am besten ab

Die geringsten externen Kosten werden durch biologisch produzierte, pflanzliche Produkte verursacht. Die Erzeugerpreise für konventionelle, tierische Lebensmittel müssten zur Kosten-Internalisierung um 192% höher liegen, konventionelle Milch 96% und konventionell Pflanzliches um 28% teurer sein. Bei Produkten aus Bio-Landwirtschaft sieht das Bild wie folgt aus: tierisch: +82%, Milch: +35%, pflanzlich: 6% auf den Erzeugerpreis. 

Die Ladenpreise würden denselben Trends folgen, allerdings auf tieferem Niveau (da auf dem restlichen Weg durch die Wertschöpfungskette weniger externe Kosten anfallen).

Wieso ist Bio umweltschonender?

Für die tierische Produktion braucht es viel Energie und Futter, zudem produzieren die Tiere selbst Treibhausgase. Da Bio-Kühe länger leben und eine tiefere Milchleistung haben, ist der errechnete Preisunterschied bei tierischen und Milch-Produkten zwischen biologischen und konventionellen Lebensmitteln kleiner als bei Pflanzenkost. Im Pflanzenanbau zahlt sich vor allem der Verzicht auf mineralischen Dünger aus. Im Vergleich ist es aber auch bei tierischen und Milch-Produkten in jedem Fall umweltfreundlicher, auf Bio zu setzen, da weniger oder kein industriell hergestelltes Kraftfutter verfüttert wird.

jsc      

Werbung
Werbung
War dieser Artikel lesenswert?
Kommentar erfassen
"Farmy" heisst die neue Konkurrenz im Online-Lebensmittelhandel
Der Online-Shop "Farmy" hat sich rasch entwickelt und vertreibt bereits über 10 000 Artikel von gut 1000 Produzenten, darunter viele Bauern.
Artikel lesen
Beim Online-Shop "Farmy" läuft es rund. Das Jungunternehmen, welches 2014 seine Türen öffnete, kratzt bereits an einem jährlichen Umsatz im zweistelligen Millionenbereich und expandiert kräftig, zuletzt in die Romandie. Hinter Farmy stehen zwei junge Deutsche, die sich als Online-Shoppingexperten in Russland getroffen haben. Von der Schweiz wussten sie wenig, den Ausschlag für die Standortwahl ...
Werbung
Werbung
Werbung
Werbung
Umfrage
18.10.2019 - 24.10.2019

Die Bart-Frage

Wie ist der Bart am Schönsten?

Weitere Umfragen
Leser-Schnappschüsse Weitere Schnappschüsse Senden Sie uns Ihre Schnappschüsse!