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Studie: Pflanzenschutzmittel gelangen durch Drainagen in Gewässer

Etwa ein Viertel der landwirtschaftlichen Nutzfläche ist drainiert. Laut Agrarforschung Schweiz sind Drainagen eine wichtige Quelle für Pflanzenschutzmittel-Einträge in Fliessgewässer.


Besonders nach starkem Regen habe man Belastungen mit Pflanzenschutzmitteln (PSM) in Bächen und Flüssen gemessen, schreiben Agrocscope und das Wasserforschungsinstitut Eawag. Neben den Hauptverantwortlichen für den Eintrag, nämlich Abschwemmung und Erosion, spiele auch die Entwässerung durch Drainagen eine wichtige Rolle. 

25 Prozent der LN sind drainiert

Einer Forderung des nationalen Aktionsplans Pflanzenschutzmittel folgend, wurde eine Karte der drainierten Flächen in der Schweiz erstellt:

Karte der potenziell entwässerten landwirtschaftlichen Flächen in der Schweiz. 240 000 ha (27 % der landwirtschaftlich genutzten Fläche) haben ein geringes Entwässerungspotenzial (grün), 120 000 ha (13 %) haben ein mittleres (gelb) und 110 000 ha (12 %) haben ein hohes Entwässerungspotenzial (rot). (Karte Agrarforschung Schweiz)

Die Forschenden kommen zum Schluss, dass etwa ein Vierteil der landwirtschaftlichen Nutzfläche hierzulande mit Drainagen entwässert wird. 

Keine Daten zur Drainage

Diese Schätzung kam aufgrund von Bodendaten zustande. Wo der Untergrund zur Vernässung neigt, wurde angenommen, dass er drainiert ist. Eine Karte der effektiv drainierten Flächen gibt es nicht, die oben abgebildete zeigt das geschätzte Potenzial dazu. 

Entscheidend ist, wie das Wasser fliesst

In einem nächsten Schritt wurde ein Modell entwickelt, mit dem sich die wichtigsten Faktoren zum PSM-Eintrag durch Drainagen erfassen lassen. Besonders bedeutend ist laut Eawag und Agroscope, wie das Wasser durch den Boden wandert. So gelangen durch grössere Makroporen im Wasser gelöste PSM schnell in Drainagen – und von dort in Fliessgewässer. 

Landwirtschaftliche Böden seien in der Schweiz oft lehmig, tendieren daher zu Makroporen und begünstigen damit PSM-Verluste.

Ausbringungszeitpunkt anpassen

Auch der Frage nach möglichen Massnahmen gegen PSM-Eintrag in Gewässer durch Drainagen gingen die Forschenden nach. Man könne keinen grossflächig anwendbaren, gezielt auf dieses Problem ausgerichteten Ratschlag geben, heisst es dazu in der Studie. Am wirkungsvollsten sei aber die Wahl des Zeitpunkts für die Ausbringung von PSM: nicht vor Starkregen oder wenn die Drainage bereits aktiv ist.

Allgemeine Empfehlungen 

Empfohlen werden allgemein Massnahmen, die auch gegen Abschwemmung, Erosion und Auswaschung wirken:

  • Weniger Wirkstoff pro Fläche ausbringen
  • PSM-Wahl optimieren 
  • Fruchtfolge optimieren

Man gehe aber davon aus, dass mit der Klimawandel das hydrologische Verhalten der Drainagen beeinflussen werde. Daher werde es in Zukunft angesichts wärmer und trockenerer Sommer nötig sein, die Drainage zur Optimierung des Wasserverbrauchs zu kontrollieren, was dem PSM-Verlust entgegenwirken könnte. 

Direktsaat kann kontraproduktiv sein

Bodenbearbeitung zerstört die Makroporen, durch die abfliessendes Wasser PSM in die Drainage spült. Da diese bei der Direktsaat reduziert wird, kann dieses Vorgehen PSM-Verluste begünstigen. 

Daher sei bei Direktsaat auf drainierten Böden «Vorsicht geboten», schreiben die Forschenden.  

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