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Parasiten verursachen mehr tote Nutztiere als der Wolf, keine Zahlen für Littering

Die verzeichneten Todesfälle bei Schafen in der Sömmerung sind zu etwa 10% Grossraubtier-Angriffen geschuldet. Deutlich grösser ist die Zahl der Abgänge die unter anderem durch weitaus kleinere «Raubtiere» verursacht werden.


Mit der geplanten Revision des aktuellen Jagdgesetzes, soll die Wolfsregulierung weiter intensiviert werden. Wolf, Luchs und Bär stehen zwar unter strengem Schutz, haben aber trotzdem ein schlechtes Image. Wie viele tote Wiederkäuer gehen tatsächlich auf deren Konto?

Wolf und Luchs

Um genauere Einblicke zu erlangen, wurde dazu 2011 von der Arbeitsgruppe Schafalp eine Studie durchgeführt. Daraus geht hervor, dass im untersuchten Jahr 295 Tiere dem Wolf oder dem Luchs zum Opfer fielen. Nach wie vor bewegte sich der Durchschnittswert der Tiere, die die Sommersaison wegen Raubtieren nicht überlebten in den letzten Jahren zwischen 10 und 12%, berichtet Daniel Mettler von der Fachstelle Herdenschutz (Agridea).  

Todesursachen auf der Weide

Die Untersuchung zeigt weiter, dass 3930 Schafe während der Alpsaison 2011 durch Krankheiten, Blitz- und Steinschlag, schweren Schneefällen oder Abstürzen starben. Hauptursache der Abgänge sind kranke oder bereits krank aufgetriebene Tiere, so die Studie. Speziell der Parasitenbefall ist bei den Schafen ein Problem. Das Tier, welches für die Wiederkäuer eine erheblich grössere Gefahr darstellt, ist also weitaus kleiner als gedacht.

Gefahren für Kühe

Der durch Grossraubtiere verursachte Schaden an Kühen und Rindern liege im Durchschnitt der letzten 20 Jahre unter 2%, berichtet Daniel Mettler weiter. Ein grosses Problem jedoch sind hier Todesfälle durch aufgenommenen Abfall. Solche Fälle gaben in den letzten Jahren vermehrt zu reden. Darauf reagierte der Schweizer Bauernverband mit einer Kampagne zum Thema Littering. Durch die Plakat-Aktion ist die Thematik stärker ins öffentliche Bewusstsein gerückt. Die Passanten werden dazu angehalten ihre Abfälle ordnungsgemäss zu entsorgen, anstatt sie in der Natur zu beseitigen.

Müllverschmutzung mit gesundheitlichen Folgen

Gefahr droht aber nicht nur durch Littering. Ein grosses Problem bei der Fremdkörperaufnahme bei Rindern sind metallische Gegenstände wie Nägel oder Drahtstücke aus abgebrochenem oder beschädigtem Zaunmaterial. Diese können folgenschwere Verletzungen auslösen, so Professorin Mireille Meylan von der Wiederkäuerklinik der Vetsuisse-Fakultät Bern. Die spitzen Gegenstände können unter Umständen die Wand des Vormagens durchstechen. Aufgenommener Plastikabfall ist für eine Perforation der Magenwand zu schwach, berichtet Meylan. Allerdings kann es bei der Aufnahme von Abfall zu Verletzungen im Maul oder in der Speiseröhre kommen. Zusammengenommen: eine schmerzhafte Erfahrung für Weidetiere.

Konkrete Zahlen fehlen

«Wie viele Weidetiere jedes Jahr als Folge von Littering in der Schweiz sterben, können wir nicht sagen. Landwirte (respektive der Tierarzt), müssen die Tiere meist vor Ort vom Leid erlösen. Obduktionen werden kaum gemacht», so Mirjam Hofstetter vom Schweizer Bauernverband. Es gibt zu den Todesfällen in Folge von Littering bei Weidetieren keine Zahlen. Eine genauere Dokumentation dessen könnte jedoch wirkungsvoll sein. Einerseits würde dadurch die Problematik des Littering transparenter gemacht, und andererseits würden so die Grossraubtiere eventuell etwas von ihrer Schuld entlastet.

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