«Mit der Verlängerung und Aufstockung des Programms «Landwirtschaft – Biodiversität – Landschaft (Labiola)» bis 2027 stärken wir eine vielfältige Kulturlandschaft und schaffen Planungssicherheit für die Betriebe», betont der Aargauer Regierungsrat Markus Dieth in der aktuellen Broschüre «Landwirtschaft aktiv 2026». 

Wuchs von 5 auf 1560 Betriebe 

Vor 35 Jahren habe die Erfolgsgeschichte Labiola mit fünf Bauernbetrieben als Pilotprojekt im oberen Fricktal begonnen, heute bewirtschaften 1560 Betriebe ihre Biodiversitätsförderflächen nach den Labiola-Richtlinien. 

Insgesamt sind es 8000 ha LN sowie 90 000 Hochstammbäume, welche dem Programm unterstehen. Die Fläche umfasse somit fast 15 Prozent der gesamten Aargauer landwirtschaftlichen Nutzfläche, heisst es im Labiola-Wiki. Das Nachschlagewerk wurde zum Jubiläum lanciert, wie dem Newsletter März zu entnehmen ist.

300 000 Stunden Arbeit jährlich für die Bauern

Mit dem Programm unterstützt der Kanton Aargau ergänzend zum Bund die Leistungen der Landwirtschaft zur Erhaltung und Neuanlage artenreicher Lebensräume und zur Förderung attraktiver Naherholungsgebiete im Kulturland. Seit dem Programmstart 1991 wurden rund 2000 ha Blumenwiesen angesät und 10 000 Bäume gepflanzt. 

Weiter wurden 100 km Hecken und 15 000 Kleinstrukturen wie Ast- und Steinhaufen oder Holzbeigen angelegt. Es wird geschätzt, dass die beteiligten Landwirtschaftsbetriebe jährlich rund 300 000 Arbeitsstunden auf den Labiola-Flächen leisten. 

Eine besondere Herausforderung für die Bewirtschafter sei das Verunkrautungsrisiko mit Problempflanzen. Und bei umfangreichen Vereinbarungen sei es anspruchsvoll, die Pflegeeingriffe so zu planen, dass sie zum richtigen Zeitpunkt erfolgen und sich in die Betriebsabläufe integrieren lassen, heisst es im Labiola-Wiki.

35 Mio. Franken für die Landwirtschaft 

Den Kanton koste das Programm Labiola netto jährlich rund 1,5 Mio. Franken, nach Abzug der Bundesbeiträge und Kostenbeteiligung der Landwirte. Die beteiligten Bauernbetriebe profitieren von Bundes- und Kantonsbeiträgen. 

Letztes Jahr waren es fast 25 Mio. Franken an Biodiversitätsbeiträgen des Bundes. Dazu kamen kantonale Vernetzungs- und Naturschutzbeiträge von 1,2 Mio. Franken. Und für die Landschaftsqualität flossen 8,2 Mio. Franken von Bund und Kanton an die Labiola-Betriebe.