Big-M: Das neue Importgesuch hätte mit konkreten Forderungen einhergehen sollen

Die Basisorganisation für einen fairen Milchmarkt Big-M hat sich in einer Medienmitteilung bezüglich des neuen Importgesuches zu Wort gemeldet. Sie kritisieren, dass das erneute Gesuch nicht dafür genutzt wurde, um konkrete Forderungen zu Gunsten der Milchbauern zu stellen.

Vor kurzem hat die BO Milch ein Gesuch für weitere 500 Tonnen Importbutter gestellt (wir berichteten). Die Basisorganisation für einen fairen Milchmarkt Big-M stellte nun in einer Medienmitteilung die Frage, ob dies nicht die richtige Gelegenheit gewesen wäre, um konkrete Forderungen zu stellen, welche die Situation der Milchviehbetriebe verbessern würde. Sie beziehen sich dabei auf das Einhalten der Richtpreise oder den Verkauf der Importbutter unter der Schweizer Marke «Die Butter».

Laut Big-M bestehe die Arbeitsgruppe der BOM aus fünf Vertretern der Produzenten und 5 Vertretern der Verarbeiter/Händlern. Um einen einseitigen Beschluss, der nur dem Handel nutzen würde, zu blockieren, hätte es nur 2 Produzentenstimmen gebraucht. Natürlich seien sich Branchenkenner einig, dass die Butterversorgung sichergestellt werden müsse. Jedoch sei nur eine Gegenstimme auf Seite der Produzenten der Auffassung gewesen, dass von der aktuellen Mangelsituation endlich auch die Milchviehbetriebe profitieren sollten, schreibt Big-M. Dies zeige, dass die Verarbeiter und Detailhändler nebst dem Markt auch die BOM kontrollieren würden, erklärt Big-M.

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