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Mit moderner Landtechnik dem Maiszünsler den Garaus machen

Die Bekämpfung des Maiszünslers ist häufig sehr aufwendig. Mit der «Stalkbuster»-Technik kann der verbreitete Maisschädling nun in einem Arbeitsgang bekämpft werden.

Nach der Maisernte ist zugleich auch vor der Maisernte: Dieser Grundsatz gilt bei der präventiven Bekämpfung des gefährlichen Maiszünslers. «Der wirtschaftlich bedeutendste Schädling im Maisanbau zerstört weltweit rund vier Prozent der Maisernte. Damit könnte eigentlich 60 Millionen Menschen ernährt werden», führte Daniel Brönnimann von der Robert Aebi Landtechnik AG letzte Woche am diesjährigen UFA-Samen-Maistag im zürcherischen Illnau aus, an dem rund 200 Maisproduzenten und Lohnunternehmer teilnahmen.

Schlupfwespen Aussetzen ist auch eine Alternative

In den USA setzt man daher auf genveränderten Bt-Mais. Hierzulande steht dagegen die präventive Bekämpfung mit dem Aussetzen von Schlupfwespen im Vordergrund. Diese können jedoch nur in einem begrenzten Zeitfenster eingesetzt werden und sind eher kostspielig. Weitere Alternativen sind nach der Ernte das Mulchen oder eine Bodenbearbeitung. «Dies ist mit einem grossen Kraftbedarf und zusätzlichen Arbeitsgang verbunden», rief Daniel Brönnimann in Erinnerung. Zugleich werden durch den Maschineneinsatz mit der Erntekette bis zu 40 Prozent der Stoppeln während des Häcksels plattgewalzt und können danach auch nicht mehr gemulcht werden, bleiben aber als Winterquartier für den Maiszünsler erhalten.

Damit lässt sich Treibstoff sparen

Hier setzt nun die «Stalkbuster»-Technik an: Direkt unter dem Häckslergebiss sind im Hauptrahmen auf der ganzen Breite acht rotierende, nach hinten abgesenkte, schräg montierte Schlegel angebaut, welche direkt dem Bodenverlauf folgen. Diese zerstören die Stoppeln von oben nach unten bis zum untersten Internodium, bevor sie durch die Reifen platt gewalzt werden. «Weniger intakte Stoppeln bedeuten weniger Larven, welche darin überwintern können», so Daniel Brönnimann. Mittels Luftdruckzylinder wird jede Einheit perfekt an den Boden angepasst. Beim Rückwärtsfahren heben diese aber automatisch an. «Man benötigt für jeden der acht Schlegel, welche sich mit bis zu 1600 U/min drehen, zusätzlich 4 PS», sagte Brönnimann. Mit dem Anbau wird das Maisgebiss rund 550 kg schwerer.

Der Referent strich die Vorteile der Technik hervor: Grundsätzlich fällt weniger Aufwand an, weil ein zweiter Arbeitsgang mit dem Mulchen überflüssig wird. Zugleich wird damit der Fusariendruck auf die Folgekulturen reduziert und sorgt für eine bessere Ertragssicherheit. Die durch das Zerschlagen der Stoppeln entstandenen Pflanzenreste verrotten schneller und besser und erleichtern damit die nachfolgenden Bodenbearbeitungen. Brönnimann sieht für die Kunden weitere Vorteile: Statt in einem zweiten Arbeitsgang erfolgt das Mulchen direkt unter dem Gebiss. Dadurch ist weniger Kraft notwendig, es lässt sich Treibstoff sparen und es kommt auch zu weniger Reifenverschleiss.

Die Technik hat aber ihren Preis

Die «Stalkbuster»-Technik habe aber auch seine Grenzen, räumte Daniel Brönnimann ein. So lasse es sich in der Schmal- (50cm) oder Breitsaat nicht einsetzen. Schlecht verwurzelte Stoppeln würden weggeschlagen und nicht gemulcht. Beim Hochschnitt könne nicht genügend tief gemulcht werden, auch sei der «Stalkbuster» nur für 8-Reihenmaschinen mit grossen Trommeln lieferbar.

In seinem abschliessenden Fazit sprach Brönnimann von einer sehr positiven Kundenbilanz und einer grossen Nachfrage nach dieser Technik. Diese habe jedoch als Dienstleistung gegenüber dem Kunden auch seinen Preis. Ihm sei beispielsweise ein Lohnunternehmer bekannt, welcher für den Einsatz des «Stalkbusters» 90 Franken je Hektare zusätzlich zum Silieren in Rechnung stelle.

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