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Lehrlingsalltag: «Der erste Nüssler verkauft sich wunderbar»

Bastian Hurni macht seine Zweitausbildung zum Landwirt auf dem Biohof von Hannes Moser und Katrin Portmann. In diesem Jahr wurde das erste Mal Gemüse angebaut. Vor allem der Nüsslisalat verkauft sich besonders gut.

Anfang November fing unser Winterschulblock an. Seither bin ich vier Tage pro Woche in der Schule und jedes zweite Wochenende auf dem Hof.

Eine etwas ungewöhnliche Klasse

Ich besuche die Zweitausbildungsklasse auf dem Schwand in Münsingen BE, Schwerpunkt Biolandbau. Wir sind sicher eine ungewöhnliche Klasse, viele Quereinsteigende ohne elterlichen Hof, auch viele Lehrbetriebe ohne Milchkühe, weshalb unser Interesse nicht immer dem Lehrmittelinhalt entspricht. Mein Lehrbetrieb ist in Trimstein BE, ich wohne in einer WG in Bern. Das geht problemlos, denn ich muss erst um 7 Uhr anfangen.

Biohof mit Aufzuchtrindern, Pferden und Hühnern

Zuerst füttere und miste ich bei den Aufzuchtrindern und den Pferden, dann geht’s zu den Hühnern. Es stehen zwei fahrbare Legeställe mit insgesamt 860 Tieren auf dem Feld. Die Eier werden im Hofladen verkauft sowie an je zwei Marktfahrerinnen, Coop und Landis geliefert. Im Hof-
laden verkaufen wir neben den Eiern und dem Fleisch der Hühner auch Gemüse.

Den Anbau von der Idee bis zur Umsetzung mitverfolgen

Es ist das erste Jahr, in dem meine Chefin Gemüse anbaut, weshalb vieles noch ein Ausprobieren und Erfahren ist. Das ist auch für mich interessant, ich kann den Anbau von der Idee bis zur Umsetzung mitverfolgen. Das meiste ist jetzt eingelagert, ein paar Salate und etwas Kohl stehen noch auf dem Feld, im Tomatentunnel wächst der Nüssler. Den ernten wir alle zwei Tage von Hand, er verkauft sich wunderbar.

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