Transparenz, Nachhaltigkeit und Qualität in der Ernährung fördern. Das ist das Ziel einer Initiative von «Soil to Soul», dem Büro für Public History Food und dem Foodscout Dominik Flammer. Sie organisierten Mitte März bei der Hotelfachschule in Luzern eine sogenannte Produzentenarena.

Vernetzung aufbauen

Solche haben schweizweit bereits mehrere stattgefunden, zum ersten Mal nun auch in Luzern. Dabei trafen sich innovative Produzenten mit sensibilisierten Gastronomen zu einer Podiums- und Diskussionsrunde, um die gegenseitigen Erwartungen und Möglichkeiten kennenzulernen und Absatzmöglichkeiten für regionale Lebensmittel aufzubauen. Am Podium nahmen seitens Produzenten der Megger Berufsfischer Nils Hofer, Bruno Muff vom Biobetrieb Haldihof in Weggis und Carla Zumbühl von den Biobetrieben der Gebrüder Zumbühl vom Altzellerberg in Grafenort OW teil. Die Gastronomen waren auf dem Podium vor einer zahlreichen Zuhörerschaft vertreten mit Moritz Stiefel vom Hopfenkranz Luzern, Noemie Bernard vom Sternen in Walchwil ZG und Mario Waldispühl von der Luzerner Jazzkantine.

Biobäuerin Carla Zumbühl hat bereits mit Gastronomen aus der Region, vor allem aus dem Engelbergertal, zusammengearbeitet, so auch für Heuschnaps, Sirupe oder Glühmost.

Fleisch vom Alpenschwein

Und vor allem für Fleisch der alten Rasse «Schwarzes Alpenschwein», das erst nach 18 Monaten geschlachtet wird. Vermarktung von hochpreisigem Fleisch bedinge sensibilisierte und flexible Gastronomen, sagte Carla Zumbühl. Bei der Vermarktung lege sie Wert auf kurze Transportwege. Der Austausch mit Gastronomen, aber auch unter den Produzenten sei sehr positiv gewesen und habe auch der Imagepflege für die Landwirtschaft gedient.

Demnächst sind weitere Produzentenarenen von Soil to Soul geplant. Etwa am Food Zurich im Juni und im September in Bern. Soil to Soul ist eine Wissensplattform, welche die Nachhaltigkeit betont; Ziel sei eine gesunde Ernährung aus gesunden Böden. Die Akteure setzen sich deshalb auch für Regenerative Landwirtschaft ein.

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