Heute ist die Zwetschge an vielen Orten präsent. So wird sie in Europa, Westasien, Nordamerika und Nord- und Südafrika als Obstbaum angebaut. Über ihre botanische Herkunft ist jedoch nicht viel bekannt. Sie soll aus Syrien kommen und die Römer sollen es gewesen sein, die sie schliesslich 100 v. Chr. zu uns gebracht haben.
Pflaume oder Zwetschge?
"Moment, ist das jetzt eine Pflaume oder eine Zwetschge?" - Diese Frage hat sich wohl schon fast jeder gestellt. Dies ist nicht weit hergeholt, sehen die beiden schliesslich fast gleich aus.
Beide gehören der Obstfamilie Prunus domestica an. Unterschiede sind dennoch erkennbar. Die Zwetschge ist eine Unterart der Pflaume und etwas kleiner. Die Zwetschge hat gelbes Fruchtfleisch, während die Pflaume ein gelblich-grünes oder rötlich-blaues aufweist. Der Stein einer Zwetschge ist viel einfacher vom Fruchtfleisch zu lösen als derjenige der Pflaume.
Vielseitige Frucht
Zwetschgen haben verschiedene Verwendungszwecke. So können sie frisch genossen werden, jedoch auch für Wähen, Kuchen, Kompotte, Konfitüren und vieles mehr benutzt werden. Aus ihnen kann ebenfalls Alkohol gebrannt werden: das Zwetschgenwasser.
Während in Deutschland die Zwetschge regional auch als „Zwetsche” oder „Quetsche” bezeichnet wird, schreibt man ihren Namen in Österreich teilweise „Zwetschke”.
Im Schweizer Mundart kann eine Zwetschge allerdings auch etwas komplett Anderes sein. So versteht man unter einer „Zwätschge” eine Tusse und ein „Zwätschgechopf” ist ein Betrunkener – mit oder ohne Zwetschgenwasser.
Korinna Lindemann, lid