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Fotobuch über Schweizer Milchbauern: Intimität in kühlen Farben

Für sein Buch «Via Lactea» hat der Tessiner Fotograf Alfio Tommasini Milchbauern und -bäuerinnen in den Schweizer Bergen besucht.


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«Wenn wir in der Küche sitzen, bewegen sich die Kühe unter uns im Stall. (...) Wenn nachts die Kälber geboren werden, steigen wir im Pyjama in unsere Überzüge. Hefen beim Abtrocknen, beim ersten Trinken, ohne dass wir aufwachen. Wir sind Geburtshelfer im Traum»: Das ist ein Auszug aus dem Buch «Via Lactea» (Milchstrasse) des Tessiner Fotografen Alfio Tommasini, das vor kurzem im Verlag «Edition Patrick Frey» erschienen ist.

Wie Schnee auf dem Gesicht

Fünf Jahre lang ist Alfio Tommasini auf der Suche nach dem bäuerlichen Winteralltag durch die ganze Schweiz gereist. Er besuchte vornehmlich Kleinbauern, aber auch Viehzüchter in den voralpinen Bergregionen und grössere Milch- und Besamungslaboratorien.

Die Porträts der Bäuerinnen und Bauern mit ihren Tieren sind genauso realistisch wie intim. Man meint beinahe, dass Schnaufen der Kühe zu hören oder den omnipräsenten Schnee auf dem Gesicht zu fühlen. Die Fotografien sind ganz ohne Text auf den Seiten platziert. Wer mehr wissen will, muss ganz nach hinten blättern, um die knappen Bildlegenden zu lesen. «Bauer in seinem Kuhstall, ­Splügen, Graubünden, November 2018» steht hier etwa auf englisch.

Dank an die Kühe

Namen der porträtierten Menschen sind keine zu finden, aber das tut der stillen Wucht der 92 Fotografien keinen Abbruch. Die Texte von Noëmi Lerch in Deutsch und Englisch sind dafür umso poetischer. Ganz am Schluss dankt der Fotograf allen Kühen, denen er im Laufe des Projekts begegnet ist – von Cosmea über Raclette bis hin zu Brancaleone und Karma. «Via Lactea» ist ein auf seine Essenz reduziertes Buch.  Ein Moment zum Durchatmen quasi.

Buch «Via Lactea»

Via Lactea von Alfio Tommasini, Edition Patrick Frey, Hardcover, 164 Seiten, 92 Farbfotos, in Deutsch und Englisch, ISBN 978-3-90736-01-7, 52 Franken.

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