Haben Sie noch kein Abo der BauernZeitung?
Ein Produkt auswählen und bestellen

Sie sind bereits BauernZeitungs-Abonnent - haben aber noch kein Online-Login?
Die sofortige Freischaltung anfordern

Haben Sie Ihr Passwort vergessen?
Passwort vergessen

Haben Sie Fragen?
Infohotline: 031 958 33 33
Montag bis Freitag 8:00 - 12:00 Uhr und
13:30 - 17:00 Uhr

 

Haben Sie noch kein Abo der BauernZeitung?
Ein Produkt auswählen und bestellen

Sie sind bereits BauernZeitungs-Abonnent - haben aber noch kein Online-Login?
Die sofortige Freischaltung anfordern

Haben Sie Ihr Passwort vergessen?
Passwort vergessen

Haben Sie Fragen?
Infohotline: 031 958 33 33
Montag bis Freitag 8:00 - 12:00 Uhr und
13:30 - 17:00 Uhr

 

Federpicken ist eine genetische Störung

Das fehlgeleitete Erkundungsverhalten beginnt langsam und kann viele Ursachen haben. Auch die Genetik spielt eine Rolle.


Das leichte Zupfen der Federn eines Artgenossen ist ein völlig normales Verhalten bei Hühnern aller Rassen und hat zumeist keine ernsthaften Gefiederschäden zur Folge. Werden aber vermehrt Unregelmässigkeiten im Gefieder ­erkennbar, wie zum Beispiel schief sitzende Federn oder fehlende Federteile, kann dies der Beginn einer Verhaltensstörung sein.

Auf geknickte Federn achten

Das intensive Federpicken beginnt mit geknickten oder fehlenden Federteilen und steigert sich zuweilen bis Verletzungen der Haut zu sehen sind. Häufig beginnt ernsthaftes Federpicken um den Bereich des Bürzels und der Kloake. Liegt die Kloake durch den Federverlust frei, picken Artgenossen gezielt in diesem Bereich, denn speziell bei der Eiablage stülpt sich die Kloake nach aussen und ist für die Tiere rosa schimmernd sichtbar. Die Kloake wird daraufhin angepickt und intensiviert sich, bis es letztlich zu Kannibalismus im Geflügelbestand kommen kann. Leistungseinbussen und Tierausfälle können die Folge sein.

Fehlgeleitete Erkundung

Das intensive Federpicken hat seinen Ursprung vermutlich in einem fehlgeleiteten Erkundungsverhalten und ist nicht als aggressives Picken einzuordnen, so schreibt der Schweizer Tierschutz (STS) in einem Merkblatt. «Die Häufigkeit des Federpickens konnte in experimentellen Untersuchungen durch ausreichende Beschäftigung reduziert, und umgekehrt durch reizarme Umgebung, wie das Fehlen geeigneter Einstreu gesteigert werden», so der STS weiter.

Genetik ist entscheidend

Weitere Faktoren wie Stallklima, Einstreuqualität oder Besatzdichte scheinen das Fehlverhalten der Vögel zu beeinflussen. Auch die Genetik könnte eine Rolle spielen. Eine Studie der Universität Wageningen (NL) zeigte kürzlich, dass die Zweinutzungsrasse Lohmann Dual im direkten Vergleich deutlich weniger Federschädigung und Federverlust zeigt, als ihre meist genutzten Artgenossen Lohmann Brown plus. Ernsthaftes Federpicken und Kannibalismus wurde im Bestand der Zweinutzungsrasse überhaupt nicht beobachtet (wir berichteten).    

Abhilfe durch Beschäftigung

Wichtig sei ein aufmerksamer Tierbetreuer, der Verhaltensveränderungen schon in einem frühen Stadium bemerkt und somit rechtzeitig eingreifen kann. ­Abhilfe kann, laut STS, durch die Bereitstellung von zusätzlichem Beschäftigungsmaterial wie Strohballen geschaffen werden.

Gefällt Ihnen was Sie lesen?

Warum nicht mal drei Monate «schnuppern»? Für nur CHF 25.- erhalten Sie 12 Print-Ausgaben (Regionen nach Wahl) sowie den kostenlosen Online-Zugriff.

Schnupperabo jetzt bestellen
War dieser Artikel lesenswert?
Kommentar erfassen
Neun weitere Fälle von Vogelgrippe in Deutschland
03.11.2020
In Deutschland sind neun weitere Fälle der Vogelgrippe nachgewiesen worden. Betroffen waren mehrere Wildvögel, die in Schleswig-Holstein tot aufgefunden worden waren, wie das deutsche Landwirtschaftsministerium unter Berufung auf das für Tiergesundheit zuständige Friedrich-Loeffler-Institut (FLI) mitteilte.
Artikel lesen
Dabei handelte es sich den Angaben zufolge um die bei Wildvögeln verbreiteten Virustypen H5N8 und H5N5. Wildente und Greifvögel betroffen Am vergangenen Freitag waren in Nordfriesland die ersten drei Vogelgrippe-Fälle des laufenden Jahres in Deutschland festgestellt worden. Neben Schleswig-Holstein meldeten auch Hamburg und Mecklenburg-Vorpommern solche Fälle bei Wildvögeln. In Hamburg wurde der ...
Werbung
Leser-Schnappschüsse Weitere Schnappschüsse Senden Sie uns Ihre Schnappschüsse!
Folgen Sie uns