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Coronavirus: Wird das Gastro-Gemüse im Detailhandel gekauft?

In der Corona-Krise werden vorübergehend übergrosses und für den Detailhandel untypisches Gemüse bei Coop und Migros angeboten. Wir haben nachgefragt, ob es funktioniert.


Seit Ausbruch der Corona-Krise wird bedeutend mehr Gemüse im Detailhandel verkauft. Migros schreibt auf Anfrage der BauernZeitung, die Mehrmengen hätten sich in der Zwischenzeit bei + 25 bis 30 Prozent eingependelt. Coop gibt keine genauen Zahlen bekannt, «seit März verzeichnen wir eine stark erhöhte Nachfrage nach bestimmten Produkten», schreibt der Detailhändler. Das treffe auch auf Gemüse und Früchte zu.

Es wird auch «anderes Gemüse» gekauft

Auf die Frage, wie der Verkauf von übergrossen Karotten und Knollensellerie oder dem in der Gastronomie üblichen Lollo-Salat laufe, antworten sowohl Coop als auch Migros positiv:

  • Das Maxi-Gemüse sei in den vergangenen Wochen sogar sehr beliebt gewesen, schreibt Coop. Generell sei die Eigenmarkte Ünique für nicht normgetreues Gemüse ein voller Erfolg und komme bei der Kundschaft gut an. «Die Nachfrage nach Ünique-Produkten steigt jedes Jahr. 2019 haben wir über 1'250'000 kg Ünique-Gemüse und -Früchte verkauft», so der Detailhändler.
  • Die Migros gibt sich zurückhaltender: Die Erfahrung habe gezeigt, dass «in Ausnahmesituationen 'normabweichende' Früchte und Gemüse von der Kundschaft angenommen werden». Dies sei vor allem dann der Fall, wenn dies begründet (z. B. mit der Corona-Krise, Frost- oder Hagelschäden) und kommunikativ Kundinnen und Kunden mitgeteilt werde. 

Schweizer Gemüse sollte reichen

Obwohl Schweizerinnen und Schweizer im Moment anscheinend mehr Appetit auf Gemüse haben, planen die beiden grossen Detailhändler keine grösseren Importe. Stand heute gehe man davon aus, dass die Nachfrage «bei den allermeisten Produkten» vollständig mit Schweizer Ware gedeckt werden könne, heisst es bei der Migros. Schliesslich seien die Witterungsbedingungen im Moment ideal für das Wachstum der Kulturen. 

«Das Angebot an Schweizer Gemüse ist zur Zeit ausreichen», bestätigt Coop. Ausserdem hätten Schweizer Produkte bei Coop klar Priorität.

Mehr Gemüse und mehr Bio

Im Detailhandel wird in der Corona-Krise nicht nur mehr Gemüse, sondern auch mehr Bio gekauft. Generell habe es in den letzten beiden Monaten eine starke Nachfrage nach Bio-Produkten bei Coop gegeben. Über alle Produktgruppen hinweg geht Coop von einer Steigerung der Nachfrage im März 2020  um über 20 Prozent aus. Man habe den Bio-Marktanteil weiter ausbauen können. «Im April 2020 stieg die Nachfrage gar um knapp 30 Prozent gegenüber dem Vorjahr», schreibt Coop.

Migros verzeichnet nach eigenen Angaben einen überproportionalen Anstieg der Bio-Anteils um rund 35 bis 40 Prozent gegenüber dem Vorjahr.

Kann der Wegfall kompensiert werden?

Für Gemüseproduzenten sind Hotellerie, Restaurants und Catering (der Horeca-Kanal) ein wichtiger Absatzkanal, der in den letzten Wochen weggefallen ist. «Der Mehrverkauf von Gemüse im Detailhandel kann den Ausfall von Horeca nur teilweise kompensieren», sagt Markus Waber vom Verband Schweizer Gemüseproduzenten VSGP. Das liege vor allem daran, dass nicht dieselben Produkte nachgefragt würden. «Beispielsweise werden Lollo-Salat oder Micro Leaves vor allem in der Gastronomie verkauft und nicht im Detailhandel», erklärt er. Dafür konnten gemäss VSGP Spargeln bis jetzt komplett über Hofläden und Detailhandel verkauft werden. 

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