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BOM beantragt Butterimporte und will leicht höheren Milchpreis

Die BOM beantragt 1000 Tonnen. Im Gegenzug soll der Milchpreis leicht erhöht werden. Der SBV findet das Gesuch unverständlich.


Das Buttermödeli wird wie eine heisse Kartoffel in der Branche herumgereicht. Anfang April hat der Bundesrat die Kompetenz zur Bewilligung von Butterimporten an das Bundesamt für Landwirtschaft (BLW) delegiert. Wie berichtet hat der Milchindustrie-Verband (VMI) alsbald ein Gesuch für den Import von 3000 t gestellt, was das BLW in Verlegenheit brachte, weil die Produzenten lautstark gegen Importe protestierten.

Produzenten wollten weniger

Deshalb hat das BLW die Branchenorganisation Milch (BOM)gebeten, eine breit akzeptierte Lösung zu finden. Diese scheint nun gefunden. Die BOM beantragt nun eine Importtranche von 1000 t, wobei die Milchproduzenten dem Vernehmen nach lieber nur 500 t gewollt hätten. Gleichzeitig sendet die BOM ein Preissignal aus. Ab dem 1. Juli erhalten die Milch- und Rahmlieferanten 0,6 bis 1 Rp./kg mehr, also 0,8 Rp. im Schnitt. Laut BOM-Geschäftsführer Stefan Kohler kommen rund 1,35 Mio t Milch in Genuss des Aufschlags.

Deutlich tiefere Produktion

Das Gesuch zu stellen, sei ihr nicht leicht gefallen, schreibt die BOM in einer Mitteilung, habe doch die Versorgung mit Inland-Butter in der Schweiz mit ihrer Produktion von rund 43 000 t pro Jahr einen hohen Stellenwert. Die Produktion hat aber zuletzt deutlich abgenommen, weil die Verkäsung von B-Milch im Vergleich zu attraktiv ist.

SBV: Drei Gründe dagegen

Für Martin Rufer, Direktor des Schweizer Bauernverbands (SBV), ist der Entscheid der BOM unverständlich. Erstens seien die Lager in den letzten drei Wochen um fast 1000 t angewachsen (laut BO Butter lagen sie vergangene Woche bei 1426 t), zweitens zahlten die Produzenten immer noch mit Abzügen für den Export von Milchfett und drittens sinke per Mai der Milchpreis teilweise, so Rufer.

Berner Bauernverband fordert Anstrengungen von der BOM

Mit Frustration nehme man zur Kenntnis, dass es im Milchland Schweiz nicht gelungen sei, auf Importe zu verzichten, schreibt der Berner Bauernverband in einer Reaktion zu den geplanten Butterimporten. Nach Meinung des BBV hat eine falsche Steuerung der Milchproduktion zum Mangel geführt.

Man begrüsse die «längst fällige» Preiserhöhung für Milchfett, der BBV betont aber auch, dass die zu realisierenden Mehrerträge vollständig den Produzenten gehören.

Von der BOM erwartet der BBV «alle Anstrengungen, um in Zukunft unsere Konsumenten mit inlän- discher Butter versorgen zu können.»

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