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BIG-M: Importbutter in Schweizer Verpackung als Machtdemonstration des Detailhandels

Für die Basisorganisation für einen fairen Milchmarkt ist es ein Affront, dass importierte Butter in der gleichen Verpackung wie «Die Butter» verkauft wird. Das sei anders vereinbart worden.


«Wir Milchbauern sind empört», schreibt BIG-M in ihrer Medienmitteilung. Die Marke «Die Butter» sei ein Garant für Schweizer Butter gewesen – und so hätte es auch bleiben sollen. Laut BIG-M sei man beim Beschluss der Butterimporte in der Branchenorganisation Milch BOM einig darin gewesen, dass Importbutter nicht unter dieser Marke verkauft werden sollte. 

Eine Machtdemonstration des Detailhandels

Wie die Migros gegenüber der BauernZeitung erklärte, steckt aktuell in der M-Budget-Kochbutter, der Kochbutter und eben «Die Butter» 250 Gramm Milch aus der EU. Mit diesem Vorgehen mache der Detailhandel klar, «wer im Milchmarkt das Sagen hat», findet BIG-M. Für Schweizer Milchproduzenten sei das Manöver schädlich, da sie eine Marke verlieren, unter der «ein grosser Teil der Schweizer Butter» verkauft wird. 

Unter ganz anderen Umständen produziert

Stossend ist aus Sicht der Basisorganisation nicht nur die ausländische Herkunft, sondern auch die anderen Umstände der Produktion von Importbutter, die nun teilweise quasi im Schweizer Gewand verkauft wird. BIG-M verweist auf Gentech-freies Futter und Auslauf für Schweizer Kühe während 90 Tagen, während man sich in Brüssel nicht auf ein Tierwohlprogramm oder eine Verschärfung der Umweltauflagen habe einigen können. 

«Das alles ist dem Lebensmittelhandel Wurst!» kritisiert BIG-M. Die millionenteure Werbung für «Die Butter» mit allen Vorzügen der Schweizer Produktion, sei für die Katz gewesen. 

Enttäuscht über die Untätigkeit der Milchverbände

Dass niemand auf diese «Wertvernichtung» reagiert hat, versteht man bei BIG-M nicht. Vielleicht hätten es die Milchverbände aber auch noch gar nicht bemerkt, schliesslich stehe auf der Website der Branchenorganisation Butter noch immer «Die Butter ist aus Schweizer Rahm hergestellt.»

Da die Butterwerbung offenbar sinnlos geworden sei, könne man das Geld auch besser einsetzen. Die Basisorganisation für einen fairen Milchmarkt schlägt vor, es stattdessen an die Molkereimilchproduzenten auszuzahlen, die das «dringend nötig» hätten. 

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