In diesem Herbst wird laut Mitteilung der Respeggt Group bei der Verbeek ́s Broederij eine Anlage zur Geschlechtsbestimmung am 9. Bruttag installiert. Diese wird es der grössten europäischen Legehennenbrüterei ermöglichen, Eier mit männlichen Embryonen auszusortieren. Das Töten von für die Produktion uninteressanten Hähnen fällt damit künftig weg.

Kurzfristig installierbar

Wie der Geschäftsführer der Brüterei zitiert wird, wolle man das Unternehmen mit diesem Schritt fit für die Zukunft machen. Gleichzeitig könne man so einen hohen Tierwohlstandard gewährleisten.

Es gibt verschiedene Ansätze für die Geschlechtsbestimmung im Ei. Verbeek ́s Broederij habe sich für Respeggt, bzw. deren Seleggt-Technologie entschieden, weil sie die ethischste, nachhaltigste und effizienteste Methode und ausserdem kurzfristig installierbar sei. 

Kühen «ohne Kükentöten» bestellen

Somit ist es Kundinnen und Kunden aus den Niederlanden nun möglich, Küken verschiedener Genetiken mit der Auslobung «ohne Kükentöten» zu bestellen. Laut Mitteilung werden vor allem Geflügelhalter in den Niederlanden und im Ausland beliefert.

Respeggt in der Schweiz

In der Schweiz sind Respeggt-Eier im Detailhandel erhältlich. Wie Migros-Sprecher Patrick Stöpper gegenüber der BauernZeitung erklärte, handelt es sich bei Respeggt-Eiern um ein Produkt aus Schweizer Freilandhaltung. Die Hühner kommen aus den Niederlanden, wo sie dank Geschlechtsbestimmung noch als Ei aussortiert wurden. 

2020 hat die Schweizer Geflügelbranche den Ausstieg aus dem Kükentöten beschlossen. Zum genauen Vorgehen konnten noch keine Details beschlossen werden.