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4 Invasive Neophyten, an die man selten denkt

Sie sind gross, schön, zum Teil giftig – und allesamt invasiv. Die Vielfalt an Neophyten, die man im Auge behalten sollte, ist gross. Wir haben für Sie einige eher unbekannte zusammengestellt.


Die Geschichte ist meist dieselbe: Eine Pflanzenart wurde importiert, meist zur Zier oder auch unbeabsichtigt beim Warentransport. In der neuen Umwelt angekommen, fehlen die natürlichen Feinde, und die Vegetation ist nicht auf die Neuankömmlinge vorbereitet. So werden gebietsfremde Pflanzen (und auch Tiere oder Pilze) invasiv und beginnen sich auszubreiten.

Bekannte und unbekannte Invasive

Auch die Probleme, die invasive Arten verursachen, sind meist sehr ähnlich. Sie verdrängen einheimische Pflanzen, nicht selten sind sie giftig und sie verursachen Arbeit sowie wirtschaftlichen Schaden. Neben den eher bekannten Übeltätern wie dem Einjährigen Berufkraut, die Tessinerpalme oder Ambrosia, gibt es unter den 58 invasiven Neophyten auf der Schwarzen Liste von Info Flora auch einige, die von denen man seltener hört. Im Folgenden eine Auswahl. 

1. Die unerwünschte Brombeere

Brombeergestrüpp im Wald sind ein gewohnter Anblick. Aber die Armenische Brombeere (Rubus armeniacus) bildet mächtige Dickichte, die einheimische Arten durch Schattenwurf verdrängen. Besonders problematisch sind laut Info Flora mit der Armenische Brombeere überwachsene verbrachte Wiesen, wenig gepflegte Weiden oder Schuttflächen. 

Die Armenische Brombeere ist nur schwer von einheimischen Brombeerarten zu unterscheiden. Auffällig sind die roten Stachelfüsse. (Bild Pixabay)

Abgeschnittene Ranken müssen in einer Vergärungsanlage oder dem Abfall entsorgt werden. Wiederholtes Mähen im Juni oder Juli soll «relativ erfolgreich» sein. Gut wirke auch eine Kombination von chemischer und mechanischer Bekämpfung.  

2. Zackenschötchen lässt das Heu faulen

Das Glatte Zackenschötchen (Bunias orientalis) unterscheidet sich von anderen gelbblühenden Kreuzblütlern vor allem durch die Frucht. Diese ist oval, länglich-schnabelförmig und trägt unregelmässige Höcker. 

Eindeutig ist der unangenehme Duft des Glatten Zackenschötchens. Darum wird es vom Vieh auch nicht gefressen. (Bild Pixabay)

Bunias orientalis hat eine lange Pfahlwurzel und ist sehr hart im Nehmen. Entsprechend schwierig ist die Bekämpfung. Das Glatte Zackenschötchen ist aber nicht nur eine Gefahr für die einheimische Biodiversität, sondern kann wegen langsam trocknenden Stängeln das Heu schimmeln lassen. Weil es unangenehm riecht, wird es von weidenden Tieren gemieden. Somit mindert dieses Schötchen trocken wie frisch die Futterqualität.

3. Giftiger Gartenflüchtling mit Blütenreichtum

Die Garten- oder Vielblättrige Llupine (Lupinus polyphyllus) ist eine Zierpflanze. Es werden verschiedene Lupinenarten im Futterbau verwendet, dabei handelt es sich aber um «Süsslupinen» deren Bitterstoffe durch Züchtung fast vollständig entfernt worden sind.

Die Gartenlupine ist wegen ihrer Blütenpracht immer noch sehr beliebt als Zierpflanze. Besonders gefährdet für eine Invasion dieser Art sind extensive Bergweiden und -wiesen. (Bild Pixabay)

Da Lupinus polyphyllus Alkaloide enthält, ist sie für das Vieh frisch wie auch getrocknet im Heu giftig. Als Leguminose hat sie aber einen grossen Konkurrenzvorteil gegenüber anderen Pflanzen, da sie selbst Luftstickstoff nutzen kann. Seit einigen Jahren werden vor allem in montanen und subalpinen Höhenlagen grössere Bestände gemeldet.

Je nach Ausmass des Bestandes und den vorhandenen Möglichkeiten muss die Bekämpfung angepasst werden. Laut Info Flora hat sich die Beweidung mit Röhn-Schafen bewährt.    

4. Eine Sonnenblume macht Probleme

Topinambur (Helianthus tuberosus) ist auf der Beobachtungsliste von Info Flora. Das heisst, man geht von einem mittleren bis hohen Ausbreitungspotenzial des Sonnenblumen-Verwandten aus. 

Topinambur sieht aus wie eine sehr zarte Sonnenblume, bildet aber unterirdisch typische lange Ausläufer und Sprossknollen. (Bild Pixabay)

Die Knollen-Sonnenblume wird in der Schweiz angebaut, ist aber auch als Zierpflanze in Gärten beliebt. Sie breitet sich laut Info Flora vor allem an den Ufern von Fliessgewässern oder an Wegrändern aus. Von Feldern oder Gärten dürfen die Knollen nicht im Kompost oder in Wilden Deponien landen. Zur Entsorgung geeignet sind professionelle Kompostier- und Vergärungsanlagen oder die Kehrichtverbrennung.  

Mehr Informationen

Merkblätter zur Bestimmung, Verbreitung und Bekämpfung von Info Flora:

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