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Tierhaltung
Publiziert: 07.02.2019 / 16:41
BVD: Alle Betriebe werden wieder getestet

Der verstärkte Kampf gegen BVD zeigt Fortschritte: 2018 gab es rund 30% weniger Fälle als im Vorjahr. Mit erneuten Tests aller Betriebe im 2019 soll das Ziel der vollständigen Ausrottung näherrücken.

Das Bundesamt für Lebensmittelsicherheit und Veterinärwesen BLV vermeldet eine fortlaufende Abnahme der BVD-Fälle. Der verstärkte Kampf gegen BVD ist aber noch nicht gewonnen. In der Schweiz wurden 2018 total 180 Fälle der Bovinen Virus-Diarrhoe (BVD) registriert. Das sind rund 30% weniger Fälle als im Vorjahr (258 Fälle).

Rinderhaltungen werden mindestens einmal überwacht

Um den positiven Trend weiter zu festigen werden auch dieses Jahr die Schrauben im BVD-Ausrottungsprogramm weiter angezogen. 2019 werden alle Schweizer Rinderhaltungen mindestens einmal auf BVD überwacht. Dafür werden noch mehr Probenahmen am Schlachthof und zum Teil auch auf dem Hof nötig sein.

Milch und- Blutproben werden entnommen

Wie die BVD-Überwachung jeder Rinderhaltung im 2019 funktionieren soll, gibt das BLV auf Anfrage der BauernZeitung bekannt. Von milchliefernden Betrieben wird halbjährlich eine Tankmilchprobe untersucht. Von nicht-milchliefernde Betrieben werden jeweils Blutproben von einer Gruppe von Rindern am Schlachthof oder auf dem Betrieb entnommen und auf BVD untersucht. Durch den Nachweis der Abwesenheit von Antikörpern (Abwehrstoffen) gegen die BVD in der Milch bzw. im Blut, kann gezeigt werden, dass der Betrieb frei von BVD ist.

pd/sbu

Vollständige Ausrottung von BVD

In der Endphase der BVD-Ausrottung ist das Engagement und die Mitarbeit jedes Beteiligten mehr denn je notwendig. Gemäss BLV könnte schon ein geringes Nachlassen bei den Massnahmen zum jetzigen Zeitpunkt das Ziel der Ausrottung gefährden. In einer ungeschützten Rinderpopulation breitet sich das Virus rasch aus. Es gilt deshalb, wachsam zu bleiben und folgende Verhaltensregeln zu beachten:

- Keine gesperrten Tiere in den eigenen Bestand aufnehmen

- Hygieneregeln einhalten

- Trächtige Tiere schützen

- Vorsicht beim Abkalben

- Schwache und kränkelnde Kälber (Kümmerer), vermehrte Fruchtbarkeitsstörungen (Umrindern) und Aborte melden

- Nur auf BVD-freien Alpen sömmern

getestet

pd

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