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Zugfahren ist vielseitig: Auch für Ehekrisen geeignet

In der Kolumne Unverblümt berichtet Redaktor Peter Fankhauser über interessante Zuggespräche.


Publiziert: 24.05.2019 / 18:26

Ich sage Ihnen, Zugfahren ist so spannend, fast wie in einem Krimi. Und was man da alles mitbekommt, unglaublich! Heutzutage zückt ja fast jeder sein Handy. Man ruft zu Hause an, dass es später wird, man fragt nach, was es zu Abendessen gibt oder man versichert sich, dass es den Kindern gut geht.

Kürzlich wurde es aber spannend, sehr spannend sogar. Unmöglich dabei ein Nickerchen zu machen: Tatsächlich wollte doch jemand am anderen Ende der Leitung seiner Freundin im Zug den Laufpass geben. Die Dame (zirka 40-jährig) war ausser sich vor Wut und schrie in ihr Handy: "Wo warst du letzte Nacht, warum warst du nicht bei mir? Was kann ich dafür, wenn ich noch Gefühle habe für dich", schluchzte sie in ihr Telefon. Der Herr am anderen Ende der Leitung schien ihr ziemlich entgegenzuhalten, denn die Dame nahm noch deutlichere Worte in den Mund und fuchtelte dabei heftig mit den Händen.

Ich hatte schon fast Angst, dass sie vor lauter Wut noch das Atmen vergisst. Nun drehten sich alle Passagiere um und suchten nach der aufgebrachten Frau. Diese liess sich nicht beirren und wetterte weiter drauf los: "Was du willst jetzt wirklich Schluss machen, hier am Telefon. Bedeuten dir die letzten drei Jahre denn rein gar nichts? Ah, du wolltest also nur Sex von mir, dafür war ich also gut genug!" Ob er eine andere habe, wollte sie noch wissen. "Ah, du brauchst eine Auszeit und wie es mir dabei geht, scheint dir scheissegal zu sein."

Wirklich schade, dass der Zug jetzt ausgerechnet am Ziel angekommen ist, denke ich mir. Normal hat er ja immer Verspätung. Denn die Geschichte schien noch lange nicht vorbei zu sein. Die Frau stieg aus dem Zug, zündete sich eine Zigarette an und nahm Platz auf einer Bank am Perron. Sie zückte wieder ihr Handy, denn ihr vermeintlich Geliebter hat ihr tatsächlich im Zug das Telefon aufgehängt.

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