«Bescheiden und zurückhaltend wie Erika ist, hat sie in den vergangenen zwölf Jahren nichts oder kaum etwas von ihrer umfassenden Tätigkeit erwähnt», sagte Vorstandsmitglied Lotti Eberle an der Jahresversammlung des Landfrauenvereins Weinfelden. Im Mittelpunkt stand die emotionale und voller Herzlichkeit geprägte Verabschiedung von Präsidentin Erika Weibel-Beerli. Sie hatte vor zwölf Jahren dieses Amt von ihrer Mutter Elisabeth Beerli übernommen.

«Sie brachte Moderne und Jugendlichkeit in den Verein»

Erika Weibel habe, als wohl jüngste Präsidentin in der Geschichte, den Verein in den letzten zwölf Jahren mit sicherer Hand geführt. «Dank deiner Jugendlichkeit ist eine neue Generation in den Vorstand eingezogen», so Lotti Eberle rückblickend. Erwähnt wurde auch das neue und moderne Erscheinungsbild, welches die scheidende Präsidentin dem Verein verpasst hat.

Sie war Präsidentin in einer der wohl heftigsten Lebensphasen einer Frau: So hatte sie ein Leben mit vier Buben, Ehemann, Hund, Wachteln, Pferden und Musikverein zu managen. Es gab während dieser Zeit Jahresversammlungen, an denen vier Generationen vertreten waren: Grossmutter Hilde, Mutter Elisabeth, sie als Präsidentin und zweimal der Jüngste, noch von der Muttermilch abhängig.

Beatrice Brauchli rückt nach

«Mini, üsi Froue», so hat die scheidende Präsidentin ihre Mitglieder immer wieder bezeichnet. Dahinter steckt viel Respekt und Achtung und man spürte, sie hat sie gern, ihre Frauen. Erika Weibel-Beerli kennt sie nicht nur mit dem Namen, sondern auch mit den Geschichten und Schicksalen dahinter.

AboFrauen und PolitikDie Thurgauer Landfrauenpräsidentin im Interview vor der FrauensessionDonnerstag, 28. Oktober 2021 Der Rücktritt von Erika Weibel-Beerli erfolgt im Zusammenhang mit der statutarisch festgelegten Amtszeitbeschränkung von zwölf Jahren. Da sich keine Nachfolgerin finden liess, übernimmt Vorstandsmitglied Beatrice Brauchli die Leitung. Neu in den Vorstand gewählt wurde Susanne Brenner. Die einstimmige Genehmigung der statutarischen Jahresversammlung 2022 erfolgte vorgängig auf schriftlichem Weg. Lobende und anerkennende Worte richtete auch Regula Böhi, Präsidentin Thurgauer Landfrauenverband, an die zurücktretende Präsidentin.