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Wie guckt das Schwein? Gesichtserkennung soll als Frühwarnsystem für Schweinekrankheiten dienen

Schweine haben ausdrucksstarke Gesichter. Das machen sich schottische Forscher zunutze. Sie fotografieren die Tiere mit 3D-Technologie und wollen daraus Rückschlüsse auf den emotionalen und gesundheitlichen Zustand des Schweins ziehen.


Hochmoderne Gesichtserkennung wird genutzt, um die verschiedenen emotionalen Zustände von Schweinen zu klassifizieren. Ziel ist ein Überwachungs-Tool, welches Warnmeldungen an den Landwirt schickt, sobald Verschlechterungen in den Bereichen Gesundheit und Tierwohl erfasst wurden.

Durch maschinelles Sehen soll die Tierkontrolle erleichtert werden

Anlass zu dieser Entwicklung gab einerseits ein Vorversuch, in welchem gezeigt werden konnte, dass Schweine ihren Gesichtsausdruck nutzen, um ihre Absichten Artgenossen gegenüber deutlich zu machen.  Anderseits haben die Forscher die rückläufige Entwicklung der kleinbäuerlichen Landwirtschaft im Blick. Diese weicht mehr und mehr einer präzisierten und hochtechnologischen Lebensmittelwirtschaft. Speziell im Bereich der industriellen Tierhaltung, die für den Löwenanteil der Fleischproduktion verantwortlich ist, steigt die Tierzahl je Arbeitskraft immer weiter. Vergangen sind die Tage, in denen der Schweinemäster seine Tiere am Rüssel erkennt und sofort sieht, wenn sich eines seiner Tiere nicht normal verhält. Die Forscher des schottischen Rural College (SRC) in Edinburgh versuchen, eine Abhilfe zu schaffen, um Betriebsleiter bei der Tierkontrolle zu unterstützen.

Eine Steigerung des Tierwohls mit gleichzeitiger Kosteneinsparung

«Gesundheitliche Früherkennung ermöglicht es den Landwirten, das Tierwohl auf ihrem Betrieb zu steigern. Probleme werden schneller erkannt, und tierindividuelle Behandlungen können rasch eingeleitet werde», sagt die projektverantwortliche Emma Baxter in einem Artikel des SRC. «Dies verringert Produktionskosten, denn durch die Früherkennung reduziert sich die Tragweite einer potenziellen Erkrankung», so Baxter weiter. Die Forscher haben sich Unterstützung bei Experten der Uni Bristol geholt, die sich auf das Fachgebiet «Maschinelles Sehen», eine Form der künstlichen Intelligenz, spezialisiert haben.

Gemeinsam wurde eine Technologie entwickelt, die verspricht, auf kosten-günstige, praktische und non-invasive Art und Weise exakte biometrische Profile der Tiere auf dem Betrieb zu entwickeln und zu nutzen. Ein 97-prozentiger Genauigkeitsgrad konnte bei der Schweine-Gesichtserkennung durch 2D- und 3D-Fotos in einer englischsprachigen Studie bereits realisiert werden.

Emotionale Zustände beim Schwein im Gesicht ablesen

In einem nächsten Schritt wollen die Wissenschaftler Gesichtsausdrücke erkennen, welche eindeutig verschiedenen emotionale Zustände zugeordnet werden können. Bei Lahmheiten könnten die Schweine beispielsweise vor und nach der Gabe von Schmerzmitteln, als Reaktion auf eine Schmerzlinderung, ihren Gesichtsausdruck verändern. Die Forscher erhoffen sich feststellen zu können, wann ein glückliches, und wann ein trauriges Schwein in die 3D-Kamera blickt.    

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