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Warum es in der Zungenwurst keine Zunge hat

Noch läuft die Einsprachefrist für den IGP-Schutz der Berner Zungenwurst. Im Interview gibt Andrian Gygax, Metzger und Vorstand des Berner Fleischfachverbands aus Lützelflüh BE Auskunft über Gründe, Schwierigkeiten und Rezeptur.


Weshalb wollten Sie die Berner Zungenwurst schützen zu lassen?

Adrian Gygax: Die geschützte Bezeichnung bringt eine Win-Win-Situation mit sich; Der Konsument erhält ein Top-Produkt mit zertifizierter Herstellung und geographischem Schutz. Auf Seiten der Metzger ist das Marketing besser und die Bauern können bei verbesserter Nachfrage mehr Fleisch liefern.

Wenn die Berner Zungenwurst plötzlich billig im Ausland produziert werden würde, könnten weder Metzger noch Bauer dahinterstehen.

Ein negatives Gegenbeispiel wäre der Emmentaler; diesen Käse gibt es unter dieser Bezeichnung vielerorts, so etwas wollen wir bei der Berner Zungenwurst verhindern.

Welche Hürden gab es zu überwinden?

Ich gab mir einst etwa 10 Jahre Zeit für das Pojekt. Ich wollte bewusst nichts übers Knie brechen. Wir haben eine Arbeitsgruppe gegründet und immer mal wieder über die Idee geredet und weitere Schritte besprochen. So konnte ich die Vorteile aufzeigen und andere überzeugen.

Das ist allerdings ein erreichtes Etappenziel, wobei noch drei Monate Einsprachen eingereicht werden können. Danach kommt die wichtige Umsetzungsphase.

Wie soll diese Umsetzungsphase aussehen?

Darüber werden wir noch in der Arbeitsgruppe beraten. Möglich wäre beispielsweise ein Werbespot im Fernsehen oder ein Auftritt an der BEA. Wir möchten junge Neukunden gewinnen. Genaueres kann ich noch nicht sagen, ich entscheide nicht allein – die geschützte Berner Zungenwurst ist ein Gemeinschaftswerk und die Zusammenarbeit dementsprechend wichtig.

Können Sie ungefähr den finanziellen Aufwand für den Schutzeintrag schätzen?

Dazu möchte ich mich nicht äussern. Im Übrigen haben wir sehr viel Zeit in das Projekt investiert und ich bin der Meinung, dass Zeit schwerer wiegt als Geld.

Wie ist es mit der Rezeptur; Zunge ist ja anscheinend kein Hauptbestandteil der Berner «Zungenwurst»?

Tatsächlich würde man heute eher von einer Hamenwurst sprechen. Der Name kommt daher, dass diese Wurst auf der Zunge zergehen soll, es ging um die Konsistenz. «Zungenwurst» war einst eher ein Oberbegriff, wie man heute etwa von «Dauerwürsten» oder «Schüblig» spricht. Die Bezeichnung blieb dann aber an diesem Produkt hängen.

Leserschaft ist auch für den Schutz

Mit einer kleinen Umfrage (von 9.bis 16. Mai 2019) haben wir die Meinung unserer Online-Leserschaft zu Sinn oder Unsinn des Herkunftsschutzes der Berner Zungenwurst ermittelt. Hier die Ergebnisse:

Soll die Berner Zungewurst geschützt werden? 
ja - eine einmalige Wurst: 65 %
nein -ist mir Wurst: 31 %
(Gesamthaft 65 Stimmen)
Die Mehrheit der Leserschaft stimmt dem Schutz also zu.
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